Der Steg im Windfenster kann bleiben

Jelka Louisa Beule

Von Jelka Louisa Beule

Fr, 24. Februar 2017

Freiburg

Bauausschuss ist einverstanden.

Der umstrittene Verbindungssteg im "Windfenster" am Hauptbahnhof kann bestehen bleiben. Der Bauausschuss des Gemeinderats trägt den Vorschlag der Stadtverwaltung mit, dass der vor 17 Jahren illegal errichtete Übergang zwischen zwei Gebäudeteilen doch nicht abgerissen werden muss, sondern nur luftdurchlässiger gestaltet wird (die BZ berichtete).

Größere Diskussionen gab es im Gremium nicht – was Baubürgermeister Martin Haag überraschte. Denn der Steg ist schon lange ein Politikum. Dem Bauausschuss war es lediglich wichtig, dass der Vorgang nicht zum Präzedenzfall wird. Dies werde vertraglich geregelt, sicherte Baurechtsamtsleiter Rüdiger Engel zu.

Eigentlich hätte der Steg bis Ende Mai 2017 abgerissen werden müssen. So sah es ein Vergleich vor, den das Rathaus mit der neuen Hauseigentümerin ausgehandelt hat. Gebaut wurde der Verbindungsweg von der Firma "Bilfinger + Berger", wegen der fehlenden Baugenehmigung musste sie ein Bußgeld von 70 000 Euro zahlen. Denn die Lücke zwischen den Gebäudeteilen sollte eigentlich frei bleiben, als Frischluftzufuhr für den Stadtteil Stühlinger.

Inzwischen hätten sich manche Aspekte jedoch relativiert, erklärte Haag, weshalb sich die Stadtverwaltung nicht verkämpfen wolle. So hat sich zum Beispiel inzwischen herausgestellt, dass der Steg nur geringe Auswirkungen auf die Durchlüftung hat.