Platz der Alten Synagoge

Die Studenteninitiative „Impulse für die Zukunft“ hält am Samstag eine Friedensdemo ab

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 17. Mai 2018

Freiburg

"Impulse für die Zukunft“ lautet der Titel der Veranstaltung, die die gleichnamige Studenteninitiative für Samstag auf dem Platz der Alten Synagoge geplant hat. Bei der „stationären Friedensdemonstration“ werden verschiedene Redner und Künstler auftreten.

BZ: Sie kündigen eine Friedensdemonstration an. Auf dem Programm stehen die Themen verpackungsfreier Konsum und Nachhaltigkeit. Was hat das mit Frieden zu tun?

Jens Gläsker: Wir gehen da von einem weiter gefassten Verständnis von Frieden aus. Natürlich geht es darum, dass Menschen mit Menschen in Frieden leben. Es geht aber zum Beispiel auch darum, dass Menschen mit ihrer Umwelt in Frieden leben. Außerdem sind die Zusammenhänge vielfältig: Unser Konsumverhalten hier hat Einfluss auf die Lebensbedingungen anderswo. Damit lösen wir mehr oder weniger direkt Missstände und Krisen aus, die zu Kriegen führen. Aber auch unter Krieg verstehen wir nicht nur den Krieg im klassischen Sinne, sondern auch Unzufriedenheiten in der Gesellschaft, die sich in Form von Aggression zeigen.

BZ: Welche Ziele verfolgt Ihre Initiative?
Gläsker: Wir haben "Impulse für die Zukunft" zu viert gegründet, weil wir uns im studentischen Kontext und auch privat Gedanken darüber machen, wie die Zukunft aussehen kann. Und wie wir selbst Zukunft gestalten können. Wir nehmen da einen gewissen Unmut wahr, vor allem auch in unserer Generation. Deshalb wollen wir uns engagieren. Das heißt für uns, auf die Straße zu gehen, um die Meinungsbildung anzutreiben. Damit wollen wir auch die Demokratie stärken. Unser Ziel ist es, das Bewusstsein dafür zu wecken, dass es Möglichkeiten für Veränderung gibt.

BZ: Sie sprechen von Veränderung. Wie sieht der Beitrag Ihrer Initiative zu diesen Veränderungen aus?

Gläsker: In erster Linie geht es darum, Menschen Ideen und Impulse zu geben. Wir wollen Lösungen und Ideen, die es schon gibt und die Menschen, die diese Lösungen bereits in die Tat umsetzen, vorstellen. Dazu laden wir Redner ein. Jetzt am Samstag haben wir zum Beispiel zur Problematik Umwelt einen Referenten des verpackungsfreien Supermarktes "Glaskiste" eingeladen. Eine Demokratie lebt davon, dass es Dialog gibt.

Impulse für die Zukunft: Samstag, 19. Mai, 15 Uhr, Platz der Alten Synagoge.

Redebeiträge unter anderem von: Björn Hellermann zum Demokratieverständnis; Isabel Reichl über Nachhaltigkeit; ein Referent der "Glaskiste" zu verpackungsfreien Gütern. Musikalische Beiträge von

Qult, Teddy Smith, Back in Stereo, Toviyah.