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09. Dezember 2009

Engagement! So kann’s gehen

Mit- und Einmischen als Freizeitspaß – wer ehrenamtlich aktiv ist, kann ganz schön was erleben

  1. Eine tolle Plattform für junge Journalistinnen und Journalisten: das Schülermagazin F 79. Foto: chilli

Reden wir heute doch mal über eine sehr umstrittene Spezies Mensch, welche zudem fast vom Aussterben bedroht ist, den "Engagierten". Oft muss er sich kritischen Fragen stellen, zum Beispiel: "Was bringt dir das?", "Warum verschwendest du deine Zeit?" Sich zu engagieren, gerade auch ehrenamtlich, kann einem viele wichtige Erfahrungen und Fähigkeiten einbringen.

Egal, ob man Handballnachwuchs trainiert, in Jugendparteien mitmischt oder bei der Diözese aushilft – auf vielfältig Art und Weise kann man sich so im Umgang mit Menschen üben und sein Verständnis zu den jeweiligen Themen erweitern. Dabei locken doch das Sofa zu Hause, die Lieblings-Soap im TV oder die Disco.

Hat man sich dann doch dazu durchgerungen, etwas zu versuchen, scheint einen die Masse an Vereinen und Institutionen schier zu erschlagen. Egal in welchem Bereich: Sport, Kultur, Medien und Jugendbegegnung, um nur einige zu nennen. Vielleicht möchte man etwas Neues entdecken oder etwas Eingeschlafenes wiederbeleben. Ein innerer Kampf ist somit programmiert, schon alleine um die Frage, ob man seine Arbeit selbständig gestalten möchte oder mit Hilfe von Erwachsenen ein Projekt umsetzt. Für Euch, liebe Leserin, lieber Leser, sind wir zwei Erfolgsgeschichten von jugendlichem Engagement in Freiburg auf den Grund gegangen. Unabhängig und selbstbestimmt!

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Wie die Wählervereinigung Junges Freiburg entstand
Angefangen hat es mit dem Jugenddenkmal... Dazu braucht man immer Geld und am besten eine Beteiligung der Stadt. Besonders ausschlaggebend ist eine gewichtige Stimme. So entstand Junges Freiburg e.V. als Wählervereinigung. Überparteilich wollten sich die Gründer den Belangen der Jugendlichen in Freiburg widmen, beim Verteilen von Geld mitentscheiden und bei der Nachverdichtung auf die Freiräume von Jugendlichen achten. Wie kann man das alles erreichen? Natürlich indem man sich in den Gemeinderat wählen lässt. Aus dieser fixen Idee wurde sogleich ein ganzes Konzept und tatsächlich: Nach einem Wahlkampf, der im Jahr 1999 aus einer Waschküche heraus geleitet wurde, zogen zwei Kandidaten in den Gemeinderat ein.

Jugendliche nehmen nicht nur am politischen Geschehen Freiburgs teil, sondern können direkt Einfluss ausüben. Überparteilich und kommunal, am Puls des Geschehens, von und für Jugendliche, ganz ohne Erwachsene. Eine Erfolgsgeschichte, die sich nun schon zum dritten Mal bewährt hat. Mit dem jüngsten Einzug von Simone Pflaum und einem neuen Vorstand hat sich natürlich auch die Idee weiterentwickelt: Politische Bildung, angewandtes Handwerkzeug und Jugendbeteiligung auf höchstem Niveau.

Eine Schülerzeitung, die nicht nur an einer Schule erscheint
Unsere zweite Erfolgsgeschichte haben Erwachsene ins Leben gerufen, um Jugendlichen die richtige Plattform zu geben. Es sollte eine Schülerzeitung entstehen, die an keine Schule gebunden ist und finanziell stark genug ist. Entstanden ist das F 79, ein Magazin von Schülern, die mit journalistischer Begleitung, mit Hilfe von Layout-Experten ihre Texte veröffentlichen. In Schulen und Jugendzentren sowie in Cafés wurde es ausgelegt. Erreicht wird damit die komplette Zielgruppe. Diese großartige Plattform stellt die Chilli Freiburg GmbH in ehrenamtlicher Arbeit zur Verfügung. Bislang gab es zwei Ausgaben, an der insgesamt mehr als 30 Schülerinnen und Schüler mitarbeiteten. Das nächste Heft erscheint im März.  

Autor: Tom Pannwitt und Johanna Machunze