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25. März 2009 21:42 Uhr

6,4 Millionen Euro Kosten

Eugen-Keidel-Bad: Sanierung wird teuer

Nächster Freiburger Sanierungsfall: Am Eugen-Keidel-Thermalbad muss dringend etwas getan werden, sowohl innen als auch an der Fassade und den Dächern. Deshalb werden erst einmal 6,4 Millionen Euro in die Sanierung gesteckt.

  1. Trotz Spaß im Außenbecken: Das Eugen-Keidel-Bad ist in die Jahre gekommen, die Sanierung kostet Millionen. Foto: Ingo Schneider

Schon vor längerer Zeit sind im Gang, der zu den Umkleidekabinen und der Saunalandschaft führt, zwei dicke Querbalken heruntergekracht, gottlob abends nach Betriebsende. Spätestens da, sagt Betriebsleiter Herbert Renn, sei den Verantwortlichen klar geworden, dass das Keidel-Bad altert. Der Zahn der Zeit nagt an dem 1979 eröffneten Thermalbad: Aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit und der hohen Temperaturen im Inneren kondensiert die nach außen wandernde Luft an der Außenfassade, das Holz fault, und das führt an vielen Stellen zu Schäden, erklärt der technische Leiter Manfred Börsig von der Freiburger Stadtbau, zu deren Tochter Freiburger Kommunalbauten (FKB) das Bad gehört. Die Heizungs- und Lüftungstechnik ist quasi "aus der Steinzeit" (Börsig) und alles andere als energiesparend, und auch die Dächer müssen gedämmt werden. Börsig betont: "Es muss dringend etwas getan werden."

Los geht es mit vorbereitenden Arbeiten im Mai, der Großteil der Sanierungen wird sich dann über die Sommermonate Juni, Juli und August erstrecken. Geplant ist eine Umbauzeit von rund 100 Tagen. Der Betrieb läuft mit leichten Einschränkungen für die Gäste weiter, allerdings muss die große Schwimmhalle drei bis vier Wochen lang geschlossen werden. Dort und in anderen Bereichen wird es durch zusätzliche Verglasungen wesentlich moderner und heller, in der Schwimmhalle werden etwa Außenwände durch Glasfenster ersetzt. Mehr Licht im Innern wird auch dadurch geschaffen, dass einige Vordächer entfernt werden. "Stil und Ambiente des Hauses bleiben erhalten", versichert Renn.

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Komplett ausgetauscht wird die Heizungsanlage. Durch eine neue Pelletsanlage und Wärmepumpen sinkt der Erdgasbedarf um 90 Prozent. Und statt 5950 Megawattstunden werden pro Jahr künftig nur noch 3450 Megawattstunden benötigt. 40 Prozent an Energie kann eingespart werden. Fest steht jetzt schon: Der CO2-Ausstoß wird um 38 Prozent reduziert. Um wieviel dadurch die Kosten sinken, konnten die Verantwortlichen gestern nicht sagen. In rund zehn Jahren, sagt Betriebsleiter Renn, werde sich die Investition amortisiert haben. Die FKB investiert 5,7 Millionen Euro: 3,2 Millionen in die Gebäudehülle und 2,5 Millionen in neue Heizungs-, Lüftungs- und Wasseraufbereitungsanlagen. Weitere 670 000 Euro werden in eine behindertengerechte Umgestaltung des Eingangsbereichs gesteckt: Sämtliche Stufen verschwinden, künftig fällt die Fläche sanft zur Straße hin ab; es wird auf dem Vorplatz Sitzmöglichkeiten und eine neue Beleuchtung geben. Zur Umgestaltung des Vorplatzes steuert das Land 250 000 Euro bei. Doch damit ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht: Auch die Becken und Mosaikfliesen im Innenbereich müssen dringend erneuert werden – 3,5 Millionen Euro werden dafür benötigt; das Keidel-Bad hofft auf Geld aus dem Konjunkturprogramm II .

Autor: Frank Zimmermann