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30. November 2011 15:37 Uhr

ohne Gurt unterwegs

Fahrt durch Freiburg: Kein Knöllchen für den Papst

Als Papst Benedikt XVI. im September mit dem Papamobil durch Freiburg gefahren ist, war er nicht angeschnallt. Trotz einer Anzeige bekommt er nachträglich keinen Strafzettel für Gurtmuffelei - denn die Straßenverkehrsordung galt nicht.

"Kein Knöllchen für den Papst", meldete jetzt am Mittwoch Stadtsprecherin Edith Lamersdorf, "das Verfahren wird niedergeschlagen." Die Bußgeldabteilung hat geprüft, ob tatsächlich eine Ordnungswidrigkeit vorliegt. Das Ergebnis: Die Strecke in der Freiburger Innenstadt war für den öffentlichen Verkehr gesperrt, in dieser Zeit gilt die Straßenverkehrsordnung nicht.

Der Papst war am 24. September, als er nach Berlin und Erfurt auch Freiburg besucht hat, über die Kaiser-Joseph-Straße, den Münsterplatz und die Schoferstraße gefahren. Mit im Papamobil saß Robert Zollitsch, Erzbischof von Freiburg und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Der Anwalt Johannes Christian Sundermann hatte ihn als Zeugen für den Vorwurf seines Mandanten benannt, ebenso Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Auf Fahren ohne Gurt steht auf öffentlichen Straßen 30 Euro Bußgeld.

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Autor: Simone Höhl