Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

02. November 2015 07:34 Uhr

Blitzehe

Freiburg besiegelt die Städtepartnerschaft mit Suwon

Freiburg und Suwon besiegeln am Dienstagabend feierlich ihre Partnerschaft. Die südkoreanische Metropole ist Freiburgs neueste Partnerstadt und diese Verbindung im Vergleich zu anderen eine Blitzehe.

  1. Blick auf Suwon, Freiburgs neue Partnerstadt. Foto: Michael Saurer

  2. Kulturbotschafter: Die südkoreanische Stadt Suwon hat die Ranzengarde Concordia zum Hwaseong-Festival eingeladen. „Eine besondere Ehre“, wie Feldobrist Werner Hederer feststellte. Foto: privat

Die Delegation aus Südkorea ist am späten Sonntagabend eingetroffen und vier Tage in der Stadt. Höhepunkt ist der Festakt am Dienstag: Oberbürgermeister Dieter Salomon und Bürgermeister Yeom Tae Young werden den Partnerschaftsvertrag im Kaisersaal des Historischen Kaufhauses unterzeichnen.

Zur südkoreanischen Abordnung gehören 25 Vertreter von Rat, Rathaus und Kulturleben der Stadt in der Nähe von Seoul, die 1,2 Millionen Einwohner hat und laut OB-Sprecher Walter Preker als koreanische Musterstadt für Umweltschutz und Nachhaltigkeit gilt. Die Gäste wollen sich einiges ansehen – Radwegekonzept, Verkehrs-AG, Rieselfeld und die renaturierte Dreisam.

Freiburg und Suwon wachsen durch gemeinsame Öko-Interessen und Zusammenarbeit zusammen

Mit den beiden Öko-Städten ging es schnell. Bürgermeister Yeom war vor einem Jahr das erste Mal in Freiburg, Salomon im Mai in Suwon, das um eine Partnerschaft bat und den Antrag im Juni erneuerte. Im Juli folgte der Beschluss von Freiburgs Gemeinderat, der auch das dauerbefreundete Wiwili zum Partner machte und Tel Aviv zur Freundschaftsstadt, die aber praktisch als Partner gilt. So gesehen wird das Dutzend jetzt komplett.

Werbung


Der frühere Umweltaktivist Yeom hat sich schon länger für Freiburg interessiert, dann lernte er bei "Iclei", dem Nachhaltigkeits-Netzwerk für Städte, OB Salomon kennen. Suwon will Öko-Vorreiter Ostasiens werden, den ÖPNV ausbauen und vom Know-How profitieren. Auch Freiburg will den Austausch über Stadtentwicklung nutzen.

Während Städtepartnerschaften nach dem Krieg vor allem der Völkerverständigung dienten, kommt inzwischen ein Aspekt dazu: die Zusammenarbeit bei Projekten für Klimaschutz, erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit, wie Günter Burger, im Rathaus zuständig für internationale Kontakte, dem Gemeinderat in einer Bilanz erklärte.

Auch mit Tel Aviv gab es zunächst eine Kooperationsvereinbarung, doch der Austausch wurde viel breiter, ebenso mit Suwon: Musiker, Sänger und die Ranzengarde Concordia waren schon in Südkorea.

Der neue Aspekt frischt Burgerts Bilanz zufolge auf offizieller Ebene zum Teil auch alte Partnerschaften auf, zum Beispiel die mit Besançon und Matsuyama, während bei Granada nichts hilft: Vom dortigen Rathaus kommt nichts zurück.



Mehr zum Thema:

Autor: Simone Höhl