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06. Januar 2011 16:16 Uhr
Innenstadt
Freiburg: Osteria schließt, Sport-Bohny wächst
Neues aus der Freiburger Innenstadt: Das Sporthaus Bohny expandiert und mietet das Nachbarhaus an der Grünwälderstraße. Dort residiert die Osteria – noch, denn das Traditionslokal macht dicht.
Bohny plant derweil einen Durchbruch auf drei Etagen, um sein Geschäft um rund 360 Quadratmeter zu erweitern. Noch nicht entschieden ist die Zukunft der Gaststätte im Erdgeschoss des Hauses an der Grünwälderstraße. Sporthaus-Chef Jochen Bohny strebt weiter eine gastronomische Nutzung an. Es hängt nun daran, ob sich ein passender Pächter findet.
Das Gebäude im Herzen der Altstadt zwischen Sport-Bohny und Markthalle gehört einer privaten Besitzerin. Derzeit wird das komplette Haus von der Osteria-Oporto genutzt: mit Lokal, Büroräumen und Wirtewohnung. Es gab zuletzt aber auch Leerstand. Ein Problem: Der Eingang zu den oberen Stockwerken befindet sich in den Gasträumen.
Die Osteria soll, so ist zu hören, wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten schon länger gekündigt sein – ganz unabhängig vom Mieterwechsel. Jochen Bohny sagt, ihm sei das Haus angeboten worden: "Die Erweiterung ist für uns eine sinnvolle Abrundung, um unsere Ware noch besser präsentieren zu können." Im August oder September soll der Umbau beginnen.
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Für die Osteria in ihrer heutigen Form scheint dagegen zum 30. April 2011 die Zeit abzulaufen. Wirt Sandro Scaglia hat bereits ein Abschiedsbuch ausgelegt. Scaglia hat mit Partnern vor mehr als 21 Jahren das Lokal eröffnet, dessen Räumlichkeiten zu den originellsten in Freiburg gehören. 1995 kam noch das Oporto (ehemals "Die Schallplatte") als Erweiterung hinzu. "Viele Stammgäste können es nicht fassen, dass es vorbei sein soll", berichtet Scaglia. Der 64 Jahre alte gebürtige Italiener hat irgendwie noch Hoffnung, dass er an Bord bleiben kann – und sei es als Angestellter bei einem neuen Pächter. Die Osteria beschäftigt derzeit sechs feste Mitarbeiter, die selbst zum großen Teil ebenfalls schon jeweils zehn Jahre und länger in der Osteria arbeiten. Hinzu kommen noch vier Teilzeitkräfte.
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Autor: Joachim Röderer
