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20. März 2017 13:49 Uhr

Pflanzzeit

Freiburgs Platz der Alten Synagoge wird aufgeforstet

An Freiburgs Platz der Alten Synagoge werden Bäume gepflanzt. Sie bekommen ein unterirdisches Bewässerungssystem. Auch eine Platane wird ersetzt, die beim Bauen kaputt ging.

  1. Jetzt wird’s wieder grüner in Freiburgs neuer Mitte (Symbolbild). Foto: dpa

  2. So soll’s mal aussehen: der neue Platz der alten Synagoge mit den Bäumen Foto: Markus Dold

Zehn Bäume werden in den nächsten Tagen am Platz im Freiburger Zentrum gesetzt, der im Moment eine Riesenbaustelle ist. Bei den Bauarbeiten waren im Herbst auch die Wurzeln eines großen Platane gekappt worden, die daraufhin gefällt werden musste.

Jetzt werden eine stattliche Platane und neun robuste Lederhülsenbäume mit Tiefladern auf den Platz gefahren und ab Mittwoch gepflanzt, teilt das städtische Garten- und Tiefbauamt mit.

Abladen mit Kran

Für die Bäume braucht’s einen Kran. Die alte Platane war 15 Meter hoch und hatte 180 Zentimeter Stammumfang. Als Ersatz gibt’s eine "Platanus hispanica" mit rund acht Metern Höhe, 80 Zentimeter Stammumfang und "einer üppige Krone" mit rund fünf Metern Durchmessern, wie das Gartenamt erklärt.

Auf dem Platz der Alten Synagoge stehen derzeit noch fünf Bäume. Er ist das städtebauliche Kernstück des Großprojekts Rottecktram, er soll die Stadt neun Millionen Euro kosten und ihre neue Mitte werden. Die Umgestaltung des Platzes ist umstritten. Unter anderem wurde kritisiert, dass sich der Platz im Sommer in einen Steinbackofen verwandele; daraufhin wurden statt eines Pavillons mehr Bäume eingeplant. Oberbürgermeister Dieter Salomon versicherte beim Spatenstich, dass hinterher mehr Bäume auf dem Platz stehen werden als vorher.

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Bäume im Stadtstress

Die übrigen neun Bäume sind dornenlose Lederhülsenbäume, etwa sechs Meter hoch, die Krone hat drei bis vier Meter. Die Gleditschien, wie sie auch heißen, stammen ursprünglich aus den Subtropen und sollen robust sein. Sie sehen ähnlich aus wie Robinien, lieben’s sonnig und nährstoffreich.

Der zugepflasterte Platz mitten in der Stadt ist als Standort für Bäume eine Herausforderung. An der Werthmannstraße wurden eigens Plastikkörbe eingebaut – mit einem ausgeklügelten Belüftungs- und Bewässerungssystem, Stück etwa 10.000 Euro. Auf und am Platz der Alten Synagoge bekommen die Bäume extra ein Substrat, das Wachstum und Gesundheit fördert, und eine unterirdische Bewässerungsanlage.

Keine Gefahr für Allergiker

Die zehn Bäume und die Pflanzarbeiten kosten nach Angaben der Stadtverwaltung rund 22.500 Euro.

Die Gleditschien sind dem Gartenamt zufolge für Allergiker unbedenklich. An der Werthmannstraße wollten die städtischen Fachleute zunächst Purpur-Erlen pflanzen, doch andere Experten warnten, dass damit Allergikern etwas blühen würde: Die Bäume können Allergien auslösen. Das Amt reagierte und schwenkte auf Amberbäume um.

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Autor: sh