Wohnen in Freiburg

Freiburger Gemeinderat bringt Bauprojekt am Rankackerweg großen Schritt voran

Joachim Röderer

Von Joachim Röderer

Fr, 26. Oktober 2018 um 12:13 Uhr

Freiburg

Der Bebauungsplan kommt: Der Freiburger Gemeinderat hat das geplante Neubauprojekt eines nordbadischen Investors an der Ecke Rankacker-/Hurstweg abgesegnet.

Dort soll eine neue Quartiersmitte für das Gebiet "Auf der Haid" entstehen. Der Bebauungsplan wurde nun vom Stadtparlament auf den Weg gebracht. Es gab aber noch einmal Debatten, denn auch bei diesem Projekt wird die 50-Prozent-Quote für geförderten Wohnungsbau nicht erfüllt.

Die neue "Quartiersmitte" ist notwendig – und gewünscht

Der Gestaltungsbeirat hat das Projekt bereits abgesegnet, auch im Quartier selbst fanden die mehrfach veränderten und nachgebesserten Pläne Zustimmung. Im Gemeinderat gab es große Einigkeit, dass die neue Quartiersmitte notwendig und gewünscht ist. Auf seiner seit mehr als zehn Jahren brachliegenden Fläche des Baden-Badener Investors IBA Immobilien wird ein viergeschossiges Wohn- und Geschäftshaus entstehen. Der Schwerpunkt liegt beim generationenübergreifenden Wohnen. Geplant sind 65 Mietwohnungen, ein Laden, ein Café, eine Tagespflege, eine Arztpraxis und vor allem auch ein Gemeinschaftsraum fürs Quartier. Auch ein zentraler Quartiersplatz soll entstehen.

Im Gemeinderat ging es vor allem noch einmal um die Wohnungen und die Befreiungen von der Vorgabe, wonach eigentlich 50 Prozent geförderter Wohnungsbau entstehen muss. Bei diesem Projekt hatte die Stadt wegen der Quartiersmitte-Funktion schon etliche Änderungen durchgedrückt. Da müsse man sich fast wundern, dass der Investor nicht Reißaus genommen habe, meinte Grünen-Stadtrat Eckart Friebis, der nun vor weiteren Forderungen und Wünschen warnte, um das vom Stadtteil gewünschte Bauprojekt nicht zu gefährden.

"Jetzt kommt die Nörglerin", leitete dagegen SPD-Fraktionschefin Renate Buchen ihren Wortbeitrag ein. Die SPD-Räte enthielten sich der Stimme, weil nicht genügend sozialer Wohnraum geschaffen werde. Ähnlich sahen es auch Irene Vogel (Unabhängige Listen) und Monika Stein (JPG). Vogel bezeichnete das Ergebnis der Nachverhandlungen als zu dünn.

Martin Kotterer (CDU) und Klaus-Dieter Rückauer (FL/FF) sahen eher die Vorzüge der Planung, ebenso Manfred Stather, der darauf hinwies, dass die erreichten Änderungen von den Quartiersbewohnern unterstützt würden. Baubürgermeister Martin Haag verwies darauf, dass zum Ausgleich mehr geförderte Wohnungen am "Lindenwäldele" entstehen sollen. Und auch Oberbürgermeister Martin Horn erklärte, man habe sich die Zustimmung nicht leicht gemacht. Aber es gehe hier nun um das Gesamtprojekt. Am Ende stand eine deutliche Mehrheit.