DJV

Im Frühjahr soll Umbau der Jugendherberge Freiburg abgeschlossen sein

Fabian Vögtle

Von Fabian Vögtle

Di, 07. Februar 2017

Freiburg

Pünktlich zum Frühjahr soll die Freiburger Jugendherberge in neuem Glanz erstrahlen. 5,2 Millionen Euro investierte der Landesverband Baden-Württemberg des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH) in den letzten zwei Jahren in die Umgestaltung des Eingangsbereichs, die Küchenerneuerung und den Anbau eines neuen Speisesaals.

Diese Bauarbeiten stehen nun kurz vor dem Ende. Im April soll wie geplant alles fertig sein.

"Für den Juni planen wir eine Eröffnungsfeier und einen Tag der offenen Tür", sagt Karl Rosner, Geschäftsführer des DJH-Landesverbands. Somit sind die langjährigen Modernisierungsmaßnahmen in der Kartäuserstraße komplett abgeschlossen.

Bereits zuvor wurde das Gästehaus im Stadtteil Waldsee auf den neuesten Stand gebracht. Neben der Verbesserung des Brandschutzes wurden von 2008 bis 2011 alle Zimmer und sanitären Anlagen modernisiert. So haben mittlerweile 98 der insgesamt 102 Zimmer eigene Duschen und Toiletten. Zwei Millionen zahlte der Landesverband bereits dafür.

Während der monatelangen Umbau- und Modernisierungsarbeiten gab es für die Gäste laut Rosner einige Einschränkungen. Ein paar Zimmer konnten kurzzeitig nicht vermietet und Tagungsräume nicht genutzt werden. Die Küche musste provisorisch in den Keller umziehen.

Auslastung höher als

im Landesvergleich

Außerdem stehen die Spiel- und Liegewiese sowie der Ballspielplatz mit Volleyballfeld und Basketballkörben den Besuchern voraussichtlich noch bis Mai nicht zur Verfügung.

Die Umbaumaßnahmen wirkten sich auch auf die Gästezahlen für 2016 aus. So sind im vergangenen Jahr laut Landesverband 27 981 Besucher in der Freiburger Jugendherbergswerk zu Gast gewesen. Das ist ein Rückgang von 1898 Gästen im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt gab es 7562 weniger Übernachtungen als 2015. "Mit der modernen Herberge werden die Gästezahlen in Freiburg auch wieder steigen", gibt sich Rosner zuversichtlich. Im Landesvergleich lag die Auslastung im Freiburger Haus mit 54 Prozent trotz allem deutlich höher (41 Prozent).

Der neue Speisesaal, der zur Kartäuserstraße hin führt und direkt neben dem Eingangsbereich entsteht, ersetzt die zwei kleinen Speisesäle und soll das neue Herzstück des Hauses sein. So ist der große Raum künftig besser an die dann ebenfalls modernisierte Küche angebunden. Diese aus den 1990er-Jahren stammende Großküche sei vor allem wegen der Geräte nicht mehr auf dem neuesten Stand gewesen.

Auch die Essensausgabe direkt von der Küche in den Speiseraum ist laut den Plänen künftig einfacher durchzuführen. Hinzu kommt laut Rosner noch ein Bistro im Foyer, das auch außerhalb der Essenszeiten geöffnet und von Mitarbeitern des Hauses besetzt sein soll.

Derzeit wirbeln 33 Mitarbeiter in der Jugendherberge. Neben den beiden Herbergsleitern Renate und Hans Sailer sind acht Vollzeitkräfte, drei Teilzeitkräfte, 15 Aushilfen und fünf Buftis beschäftigt.