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17. Juli 2012

Junges Freiburg steht vor der Auflösung

Im Verein der Jugendinitiative geht nichts mehr / Am Wochenende stimmten die Mitglieder ab.

Bei der Kommunalwahl im Juni 2009 schaffte die Liste von Junges Freiburg zum dritten Mal in Folge den Sprung ins Stadtparlament. Simone Ariane Pflaum holte das Mandat für die Jugendinitiative. Sie sitzt seither in einer Fraktion mit den Grünen. Doch jetzt könnte es zu Ende gehen mit Junges Freiburg: Der Vorstand des Vereins hinter der Kommunalwahlliste hat fürs Wochenende zur außerordentlichen Mitgliederversammlung eingeladen. Auf der Tagesordnung steht die Auflösung von Junges Freiburg.

Tom Pannewitt, Vorsitzender der jungen Wählerinitiative, wollte sich gestern nicht zur Sache äußern. "Bislang ist alles nur mitgliederintern, wir werden uns nach dem nächsten Wochenende melden", sagte er. Ob es wirklich zur Auflösung kommt, wollte er nicht bestätigen, das würden die Mitglieder entscheiden.

Offenbar läuft es aber nicht mehr rund. Das lässt sich jedenfalls aus der Einladung entnehmen, in der die Auflösung angekündigt wird. Wörtlich heißt es: "Leider sehen wir uns zu diesen Schritt gezwungen, da schon seit längerer Zeit das Vereinsleben zum Erliegen gekommen ist und wir diese Rechtsform nicht weiter strapazieren möchten." Die Tätigkeit von Simone Ariane Pflaum im Gemeinderat bleibe aber unberührt. Dass eine mögliche Auflösung des Vereins und das Mandat nichts miteinander zu tun haben, diese Auffassung bestätigte gestern auch Adrian Hurst, Leiter des Hauptamtes der Stadtverwaltung.

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Junges Freiburg hatte sich 1999 gegründet, als eine bunt gemischte Gruppe Freiburger Jugendlicher aus verschiedenen Jugendprojekten für die damalige Kommunalwahl antrat. Sie schaffte auf Anhieb zwei Sitze. Schon damals fiel die Entscheidung zu einer Fraktionsgemeinschaft mit den Grünen. 2004 verteidigte Junges Freiburg die zwei Sitze, bei der Wahl 2009 schaffte nur Simone Ariane Pflaum den Sprung ins Stadtparlament.

Kurios: Neben Junges Freiburg befindet sich derzeit auch der Verein hinter der Grünen Alternativen Freiburg (GAF) in Turbulenzen. Dort hatte es internen Streit gegeben, auch hier wird über eine Auflösung diskutiert.

Autor: Joachim Röderer