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17. September 2009
LEUTE
Autogramm von Gerhardt
"Was jetzt zu tun ist", war der Titel von Wolfgang Gerhardts Rede, zu der am Dienstagabend knapp 100 Zuhörer in den Theodor-Egel-Saal von Schloßherr Nikolaus von Gayling in Freiburg-Ebnet kamen. Dorthin, wo normalerweise der Bachchor probt. Laute Töne oder aggressive Wahlkampfrhetorik gab's trotz guter Akustik kaum. Das, sagt Hausherr von Gayling, gefalle ihm. Zum Wahlkampf mit Gerhardt eingeladen hatten FDP-Kreisverband und Bundestagskandidat Sascha Fiek. Steuern senken, Mittelstand stärken, Grundrecht auf Bildung und Sozialsystem reformieren: Was aus Sicht der FDP in Zeiten der Wirtschaftskrise "jetzt zu tun ist", wird bei der Rede des ehemaligen Parteivorsitzenden Gerhardt schnell deutlich. Der Hesse war Dienstag bereits zum zweiten Mal dieses Jahr im Kreisverband zu Gast – zum Neujahrsempfang war er ebenfalls gekommen. Wen wundert’s? Der Südwesten liegt ihm schließlich am Herzen, spätestens seit den Freiburger Thesen und seiner Freundschaft zu Ralf Dahrendorf. Mit ihm hätte Gerhardt am Dienstag gerne eine Veranstaltung an der Uni gemacht, verriet der 65-Jährige, doch Dahrendorfs Tod im Sommer ließ diesen Wunsch platzen.
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Vom Wahlkampfauftritt des Liberalen begeistert ist Dirk Thoma. Der passionierte Autogrammsammler kam eigentlich nur wegen der Unterschrift nach Ebnet. Nach der Rede ist er jedoch überzeugt: "Ich werde FDP wählen." Die Liberalen wird’s freuen; der anwesende CDU-Kandidat Daniel Sander darf sich noch über etwas anderes freuen: Gerhardt wünscht sich eine bürgerliche Koalition nach der Wahl und geht davon aus, dass seine FDP auf dem Bundesparteitag am Wochenende eine entsprechende Aussage zugunsten der "Tigerente" beschließt.
Autor: apr
