LEUTE

hhx, asx

Von hhx & asx

Do, 03. März 2016

Freiburg

WAHLKAMPF

Schmiedel auf den Spuren der Bergmänner

"Kappel, da wo Freiburg am meisten Schwarzwald ist". Mit diesem Slogan lockten die Freiburger SPD-Landtagskandidaten Walter Krögner und Gabi Rolland den Chef der Landtagsfraktion, Claus Schmiedel, gestern in den östlichsten Stadtteil. Nach einem Abstecher ins Kappler Großtal mit Blick auf den Schauinsland, der zum neuen Biosphärengebiet Südschwarzwald gehört, trafen sie sich mit Ernst Ehemann vom Kappler Kunst und Kulturverein (KKV), der seine Ausstellung im Rathaus zum Bergwerk im Schauinsland erläuterte. Sie informiert über Arbeit und Leben der Bergleute, ihre Ausrüstung und das Bergwerksmuseum. Eine aufwändige Recherche war nötig, um Bilder, Gesteine und Fakten zusammenzutragen und zu präsentieren. Den Stuttgarter Landespolitiker schienen die Geschichten wie zum Beispiel vom Hebammenstollen, der einst den Geburtshelferinnen als direkte Verbindung zwischen Hofsgrund und Kappel diente, zu interessieren.

Für den Stadtteil könnte es sich lohnen, dass Kappel Teil des Biosphärengebiets wurde. 200 000 Euro stellt das Land jährlich für das Projekt. Zudem gibt es jetzt einen Topf mit 60 000 Euro, aus dem verschiedene Projekte gefördert werden sollen. Ernst Ehemann hofft, einen Teil davon abzweigen zu können, um die Schilder des Themenwanderwegs "Bergwerk" zu erneuern.

Außerdem wurde die Ausstellung im Rathaus zum größten Teil von den ehrenamtlichen Mitgliedern des Vereins selbst finanziert. Das sei auf Dauer nicht mehr möglich, sagte Ehemann. Eine finanzielle Beteiligung des Landes könne helfen, das Bergwerk den Menschen wieder näher zu bringen. Nach dem Treffen mit Claus Schmiedel ist Ehemann recht zuversichtlich. Und in Walter Krögner hat er jedenfalls einen direkten Draht: Er ist im Regierungspräsidium zuständig fürs Biosphärengebiet. Claus Schmiedel kündigte zudem an, wieder nach Kappel zu kommen: Er will "in der Metzgerei das Qualitätsfleisch der Hinterwälderrinder" probieren.