OB-Wahl in Freiburg

Martin Horn geht es nach der Attacke auf seiner Wahlparty besser

Joachim Röderer, Carolin Buchheim

Von Joachim Röderer & Carolin Buchheim

Mo, 07. Mai 2018 um 10:49 Uhr

Freiburg

Es war der Schock am Sonntagabend: Ein Mann attackierte Freiburgs neuen Oberbürgermeister Martin Horn. Am Tag danach geht es Horn besser. Der Angreifer wurde in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.

Am Nachmittag teilte die Staatsanwaltschaft mit, dass das Amtsgericht Freiburg die vorläufige Unterbringung des dringend tatverdächtigen 54-Jährigen in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet hat. Die Ermittlungen dauern an.

Martin Horn geht es nach dem Angriff auf ihn durch einen wohl psychisch verwirrten Mann besser. Am Montagmorgen begab sich Freiburgs künftiger OB zu einer Nachuntersuchung noch einmal in die Klinik. Die Untersuchung ergab: einen ausgeschlagenen Zahn und auch eine gebrochene Nase.
"Ich bin erleichtert darüber, dass es kein Angriff aus politischen Gründen war." Martin Horn
Gegen 21 Uhr am Sonntagabend war Horn auf seiner Wahlparty angegriffen worden. Ein 54-Jähriger aus dem Markgräflerland hatte sich im Friedrichsbau in die Schlange der Gratulanten eingereiht und ihm einen Faustschlag ins Gesicht verletzt. Die Polizei nahm den Angreifer fest.



Horn musste medizinisch behandelt werden und wurde in die Uniklinik gebracht. Dort musste eine Schnittverletzung genäht werden. Schon aus der Klinik informierte er mit einem Handyvideo über seinen Gesundheitszustand. Nach der Behandlung kehrte Freiburgs neuer OB zu seiner Wahlparty zurück und wurde von seinen Anhängern gefeiert.



Die Tat hat keinen politischen Hintergrund

Nach Angaben aus dem Team von Martin Horn hat der Mann schon in der Vergangenheit Politiker bedroht – allerdings aus privaten Gründen. "Ich bin erleichtert darüber, dass es kein Angriff aus politischen Gründen war", sagte Martin Horn am Montagmorgen.

Freiburgs nächsten OB hat am Tag nach der Wahl einen vollen Terminkalender: Horn wird trotz Verletzung einen anstrengenden Tag mit zahlreichen Interviews absolvieren.

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