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29. Oktober 2010

MEINE WOCHE: Happy ohne Fleischhappen

STEFANIE HERMANN (25)ist momentan Vegetarierin – fürs Klima.

  1. Stefanies tipps Strauße des Weinguts Sonnenbrunnen, Unterdorf 30 in Opfingen, geöffnet noch bis zum 1. November, www.sonnenbrunnenstrausse.dewww.donnerstag-veggietag.de„Uncle Boonmee erinnert sich an seine früheren Leben“ läuft im Friedrichsbau, Kaiser-Joseph-Straße 270, Freitag, Sonntag-Mittwoch, 16.45 Uhr. Foto: michael bamberger

Diese Woche ernähre ich mich komplett vegetarisch. Kein Fleisch – das fällt mir viel leichter als gedacht. Ich mache mit bei einer Veggie-Woche in der Firma. Wir sind elf Leute inklusive Chef und haben am Montag damit angefangen. Ausschlaggebend war eine Podiumsdiskussion über einen Veggie-Tag in Freiburg, über Klima- und Tierschutz. Wenn die Woche rum ist, wollen wir ausrechnen, wie viel CO2 wir gespart haben. Eigentlich machen wir bei "Econzept" den ganzen Tag nichts anderes, als Firmen bei der rationellen Energieverwendung zu beraten, aber eben im technischen Bereich. Ich hätte nicht gedacht, dass auch Ernährung so viel ausmacht: 20 Prozent aller Treibhausgas-Emissionen in Deutschland. Durch vegetarisches Essen können wir die Hälfte davon vermeiden, durch veganes sogar 80 Prozent. Normalerweise esse ich auch gerne Fleisch, aber nicht oft. Mein Freund macht bei unserer Aktion mit, jedenfalls zu Hause, und ist fleißig am Rezepte sammeln. Ich bin mal gespannt, wie’s hinterher bei uns weitergeht. Unsere Veggie-Woche in der Firma dauert bis einschließlich Sonntag.

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Dass es gleich am Montag Fleisch gibt, glaube ich nicht. Aber auch nicht, dass ich ganz umstelle. Ich esse gerne asiatische Gerichte mit Geflügelstreifen. Bestimmt werde ich mehr über meine Ernährung nachdenken, wir diskutieren zur Zeit viel über Lebensmittel und woher sie kommen. Gerade macht die ARD auch eine Themenwoche dazu, fast jeden Tag kommt eine Reportage im Fernsehen. Da schau ich abends auf alle Fälle noch rein.

Fürs Wochenende hoffe ich auf schönes Wetter. Ich würde nämlich gerne eine Straußenwirtschaft ausprobieren, so lange die noch offen haben. Ich denke da an Zwiebelkuchen – in dem Fall ohne Speck – und Federweißen beim Weingut Sonnenbrunnen in Opfingen. Straußen kenne ich gar nicht. Ich komme aus dem Hunsrück, habe in Flensburg Energie- und Umweltmanagement studiert und bin erst seit ein paar Monaten in Freiburg, um meine Diplom-Arbeit zu schreiben. Dabei geht es um ein Energiesparkonzept für eine mittelgroße Firma. In vier, fünf Monaten soll ich fertig sein.

Ich bin eigentlich jemand, der ziemlich spontan ist. Deshalb habe ich für die nächsten Tage auch noch nichts genau geplant. Am Montag haben wir ja Feiertag, da besuche ich vielleicht meine Familie und die alte Heimat. Den Rest der Woche arbeite ich dann tagsüber. Und es kann gut sein, dass ich noch im "Chada-Thai" in Malterdingen aushelfe. In dem Restaurant kellnere ich nebenbei ab und zu. Ansonsten treffe ich mich abends gerne mit Freunden oder gehe ins Kino. Eventuell mache ich das am Mittwoch, im Friedrichsbau läuft ein Film eines thailändischen Regisseurs: "Uncle Boonmee erinnert sich an seine früheren Leben", den möchte ich mir anschauen.

Autor: sh