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29. Dezember 2009
Böse Worte für die Polizei
MÜNSTERECK: Fehlgeleitete Gutmenschin
Die Serie an Wohnungseinbrüchen in ganz Freiburg ist eine Plage, die periodisch wiederkehrt. Wer einmal mit Opfern solcher Einbrüche geredet hat, der weiß, dass es für die Betroffenen keine Kleinigkeit ist, wenn fremde Menschen in ihre Wohnung und damit in ihre Intimsphäre eingedrungen sind, Zimmer, Schränke, Schubladen durchwühlt haben. Viele Einbruchsopfer haben daran ordentlich zu knabbern – weit über den materiellen Schaden hinaus. Diese Straftaten sind keine Kleinigkeiten, auch wenn sie von Kindern oder Jugendlichen, die sich als Kinder ausgeben, begangen werden. Für die Polizei ist die Jagd nach dieser besonderen Art von Verbrechern eine Sisyphosarbeit – und das schon seit Jahren: Weil oft die, die sie an einem Tag verhaftet haben und wieder laufen lassen mussten, am nächsten Tag wieder auf der Matte stehen. Natürlich sind auch die Kinder Opfer und natürlich stecken organisierte Banden dahinter. Das ändert aber nichts daran, dass es komplett daneben ist, dass eine Passantin nun Polizisten beschimpfte, weil diese zwei ertappte Jung-Straftäter festnahmen. Bei so viel fehl geleitetem Gutmenschentum kann man, mit Verlaub, nur darauf hoffen, dass es wenigstens fürs Schimpfen eine (Geld-)Strafe gibt, die ihre Wirkung nicht verfehlt.
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Autor: Joachim Röderer
