Rheintalstrecke

Bahn kündigt neue Sicherungsarbeiten in St.Georgen an

Simone Höhl

Von Simone Höhl

Fr, 28. September 2018 um 12:31 Uhr

Freiburg

Am Rutschhang im Stadtteil St. Georgen stehen erneute Sicherungsarbeiten an. Die Deutsche Bahn richtet ab Dienstag nachts auf der Nordseite der Rheintalgleise die Baustelle ein.

Derweil kommt die Sanierung der Teufelsbrücke über der Bahnstrecke und des Belliwegs auf der anderen Hangseite gut voran. Dort geht das Hangsichern in Verlängerung.

"Da waren wir schon mal dran." Bahnsprecher
Der Rutschhang und kein Ende: Vor über fünf Jahren hat es am Steilhang an der Bahnlinie nach viel Regen einen Erdrutsch gegeben, an der Teufelsbrücke, dem Fußgängersteg zwischen Belliweg und der "Häge". Die vielbefahrene Bahnstrecke war für Tage gesperrt. Ein Jahr lang hatte die Bahn das Stück gesichert, auch mit Spritzbeton. 2015 rutschte der Hang gegenüber unterhalb des Belliwegs, 2016 dann ein Stück weiter südlich, und gleich nochmal. Die Bahn richtete eine Großbaustelle ein. Anfang 2017 rodete sie den Hang und auch den auf der anderen Seite der Gleise, wo als erstes die Erde gerutscht war, um auch dort ein geotechnisches Gutachten zu erstellen.

Da wird der Bautrupp jetzt arbeiten. "Da waren wir schon mal dran", bestätigt ein Sprecher der Bahn: Die wird sich im Anschluss an die Stelle, die sie ab 2013 sicherte, den Hang auf der Nordseite bis zum St. Georgener Bahnhof vornehmen.

Stadt saniert Brücke und Belliweg

Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, werden vom 2. bis 4. Oktober in den Nachtstunden Absperrungen für die Bauarbeiter aufgestellt, danach wird die Baustelle eingerichtet. Die Anwohner sollen möglichst wenig belästigt werden, so die Bahn AG, die um Verständnis bittet. Bei den folgenden Arbeiten soll der 460 Meter lange Abschnitt mit Erdankern und Spritzbetonwänden gesichert werden, dies soll bis ins Frühjahr dauern. Konkrete Angaben zu den Arbeiten macht die Bahn auf BZ-Nachfrage nicht. Der Sprecher verweist darauf, dass Anwohner und Öffentlichkeit im November informiert werden sollen – Termin und Ort würden noch bekanntgegeben.

Die Hangsicherung auf der anderen Seite geht weiter. Sie war Mitte 2017 soweit fertig, aber ein Teil des Belliwegs blieb gesperrt. Das ärgerte Anwohner, ebenso die Beschädigungen durch Erdrutsch und Baumaschinen. Die Bahn erklärte, dass noch Restarbeiten zur Entwässerung zu erfolgen hätten. Die Sperrung wurde bis Oktober 2018 verlängert.

Sie dauert weiter an, wie der Bahnsprecher auf Nachfrage erklärt: Mittlerweile wurde sie vom Garten- und Tiefbauamt übernommen. Das hat diverse Gespräche mit Bürgerverein und Bahn geführt und saniert nun seit geraumer Zeit die marode Teufelsbrücke. "Die Arbeiten kommen gut voran", sagt Rathaussprecherin Martina Schickle. Gleichzeitig saniert das Amt auch den Belliweg, der nicht mehr verkehrssicher ist und auch deshalb gesperrt bleiben musste. Die Bahn übernimmt einen Teil der Kosten. Wenn das Wetter mitspielt, sind Brücke und Weg Ende 2018, Anfang 2019 wieder frei.

Die Bahn ist noch nicht ganz fertig: "Wir hatten nicht genügend Sperrpausen", so der Sprecher: Züge dürfen während der Arbeiten am Gleis nicht fahren. Sie verzögern sich bis ins nächste Jahr.

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