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13. März 2014

SAGEN SIE MAL ...: "Einmal die Zauberflöte von Mozart aufführen"

BZ-FRAGEBOGEN, heute ausgefüllt von Claudia Spahn (51), Leiterin des Freiburger Instituts für Musikermedizin.

  1. Claudia Spahn Foto: Privat

HERDERN (cfr). Sie spielt Blockflöte, Klavier, Geige und probiert sich gerade am Saxofon: Claudia Spahn (51) wurde in Nürnberg geboren und kam nach Freiburg, um hier Musik und Medizin zu studieren. Sie habilitierte sich in Psychosomatischer Medizin, macht bis heute weiter Musik und blieb auch beruflich beiden Fachrichtungen treu: Seit 2005 leitet sie gemeinsam mit Bernhard Richter das damals neu gegründete Freiburger Institut für Musikermedizin. Spahn lebt mit ihrem Mann und der gemeinsamen Tochter in Herdern.

Es heißt doch, Musik sei gesund und heile – wieso braucht es Musikermedizin?
Das ist ähnlich wie im Breiten- und Spitzensport: Grundsätzlich ist selber singen und musizieren inspirierend und gesund. Wenn man es beruflich oder sehr engagiert betreibt, steigen allerdings die Anforderungen. Um diese zu erfüllen, sind präventive Verhaltensstrategien im Musikerberuf wichtig, die wir schon im Studium vermitteln. Bei gesundheitlichen Problemen behandeln wir auch Musiker mit Instrument und Sänger in unserer Institutsambulanz.

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An Ihrem Institut wird auch geforscht ...
Ja, sehr aktiv. Es geht darum, die Vorgänge im Körper beim Singen und Instrumentalspiel noch besser zu verstehen und für das Musizieren nutzbar zu machen. Mein Forschungsgebiet ist außerdem die Vorbereitung auf Auftritte und der Umgang mit Lampenfieber – besonders, welche Strategien für Musiker hilfreich sind.

Was wollten Sie als Kind werden?
Ich wollte mehrere Berufe ausüben: im Winter Kinderärztin, im Sommer Musikerin und Schriftstellerin.

Ihr Lieblingsplatz in Freiburg?
Der Augustinerplatz.

Ihr Lieblingslokal in Freiburg?
Das "Tizio" am Rotteckring.

Ihre Lieblingsfächer in der Schule?
Deutsch und Latein.

Worüber können Sie herzhaft lachen?
Über "Die Geschichte vom Onkelchen" im Freiburger Theater im Marienbad.

Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?
Mit meiner Familie zusammen sein, Ballett und Stepptanz, lesen, nachdenken.

Welches Buch hat Sie in jüngster Zeit am meisten beschäftigt?
"Der Sänger als Schauspieler" von Gerd Heinz und mein nächstes Buch, das ich gerade schreibe.

Wann waren Sie zuletzt in der Kirche?
An Weihnachten.

Wann waren Sie zuletzt im Kino?
Vergangene Woche in "Blue Jasmine".

Ihre Lieblingsinternetseite?
fim.mh-freiburg.de.
Welche Musik hören Sie gerne?
Sehr unterschiedlich. Zurzeit die Schubert-Sinfonien in der Aufnahme des Freiburger Barockorchesters.

Wovor haben Sie Angst?
Vor Krankheit in meiner Familie.

Was mögen Sie an sich selbst?
Meine Lachlust, meine Ideenfreude, meine Standfestigkeit.

Ihr größter Erfolg?
Dass ich mir selbst treu geblieben bin.

Sie bekommen eine Zeitreise geschenkt – wohin reisen Sie?
In die 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts, nach Berlin und Paris.

Mit wem würden Sie gern warum mal einen Tag lang tauschen?
Mit dem Intendanten Peter Boudgoust, um die Fusion der SWR-Orchester Freiburg-Baden-Baden und Stuttgart rückgängig zu machen.

Ihre Traum-Schlagzeile?
"Kurswechsel in Baden-Württemberg: Land investiert in den Ausbau seiner Musikkultur."
Angenommen, Sie gewinnen bei Jauch eine Million. Was machen Sie damit?
Zukunftssicherung für unsere Tochter, Freunde unterstützen, einen Gärtner anstellen ...

Bitte vervollständigen Sie: Am Herd gelingt mir am besten ...
... das Schmelzen der Schokolade für die Mousse au chocolat.

Wer es in meinem Job zu etwas bringen will, der ...
... sollte zuverlässig, kreativ und fleißig sein.

Die Zeit vergesse ich, wenn ...
... ich Flöte spiele.

Einmal im Leben will ich unbedingt ...
... "die Zauberflöte" von Mozart aufführen.

Als Oberbürgermeisterin von Freiburg würde ich ...
... "Freiburg – die Stadt mit Sonne und Kultur" zu meinem Motto machen und mich dafür einsetzen, dass Freiburg sein SWR-Orchester behält, dass die Musikspange gebaut wird und dass der SC sein neues Stadion bekommt.

Autor: cfr