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29. August 2011

"Schon vor dem Krieg begehrte Wohngegend"

Höchste Zeit, dass sich das Klima in diesem Stadtteil ändert!

War es nicht immer so gewesen, dass man für bevorzugtes Wohnen entsprechend bezahlen musste? Das Quartier Katharinen-, Rhein-, Albert-, Merian- und Röderstraße am Rande der Innenstadt war schon vor dem Krieg eine bevorzugte und begehrte Wohngegend, die auch von den Franzosen in der Besatzungszeit geschätzt wurde.

Leider ist die Gegend nach deren Abzug und der darauf folgenden Belegungspolitik durch die Siedlungsgesellschaft, trotz zunächst aufwändiger Sanierung mit Steuergeldern, zu einem Slum verkommen.

Als Betroffener habe ich damals öffentlich dagegen protestiert, lediglich mit dem Erfolg, dass die einsetzende Rattenplage, nach langem Zögern der Stadt, endlich bekämpft wurde. Der an Zynismus nicht mehr zu überbietende Kommentar der Siedlungsgesellschaft: "Ziehen Sie doch weg, wenn Ihnen die Gegend nicht mehr passt!"

Die Gegend passte mir tatsächlich nicht mehr und ich musste mich, wie einige andere, alteingesessene, Steuern zahlende Freiburger Bürger, aus angestammtem Wohnbereich vertreiben lassen.

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Nun ist dieses Quartier von privater Seite instand gesetzt worden und wird langsam wieder das, was es früher einmal war, ein bewohnbares, sauberes und ruhiges Areal. Höchste Zeit!

Dr. Rainer Tuttas, Freiburg

Autor: Dr. Rainer Tuttas, Freiburg