SONSTNOCHWAS

diezwei

Von diezwei

Fr, 21. September 2018

Freiburg

TIPPS

Wanzenalarm

Freiburg ist verwanzt. Nach einem Bericht über die Ausbreitung einer neuen Stinkwanze in der Stadt, die Obst, Gemüse und Bäume schädigt, quillt das E-Mail-Fach des Insektenexperten der Landesanstalt LTZ über. "Das Feedback ist riesig", sagt der Mann, der Meldungen über die Marmorierte Baumwanze zur Kartierung nutzt. Schon jetzt lässt sich sagen: Das invasive Insekt, das andernorts schon riesige Schäden anrichtet, nimmt im Stadtgebiet Himbeeren, Äpfel, Gärten und Balkone ein und hat schon sämtliche Feigen eines kleinen Baumes ausgesaugt. Da reichen wir gerne noch ein paar Tipps nach. Einer Leserin zufolge hilft, täglich auf Pirsch zu gehen und die Wanzen mit Spüliwasser zu besprühen. Absammeln (Handschuhe oder Papier benutzen!) und im Gefrierfach töten geht dem Experten zufolge auch. Ein Betroffenenhinweis für Tierschützer: "Die Wanzenjagd hat dazu geführt, dass der Sommerflieder wieder geblüht und Bienen, Hummeln, Pfauenaugen und Taubenschwänzchen angezogen hat." Wichtig ist, die Eier zu suchen – unter Blättern, im Vorhang , unterm Sofa, denn sie kommen auch in Wohnungen. Damit man nicht die falsche Art dezimiert: Marmorierte Baumwanzen legen immer exakt 28 weiße Mini-Eier, die kann man in die Restmülltonne werfen. Und noch ein Leserhinweis: In Freiburg gebe es auch die Grüne Reiswanze.

Funde der Baumwanze, vor allem im Obst- und Gemüsebau, bitte mit Foto an pflanzenschutz-insekten@ltz.bwl.de melden. Mehr Bilder und Infos unter http://mehr.bz/marmor-baumwanze

MENPOWER

Rikschafahren

Jetzt können die Bewohnerinnen und Bewohner des Evangelischen Stifts jede Woche einen Ausflug mit der Rikscha machen. Der Triathlon-Verein "Tri-Team Freiburg" macht’s möglich. Vor einem guten Jahr wurde das Dreirad mit einem Elektromotor und mit reichlich Platz für einen Passagier von der Edith-Mühlschlegel-Stiftung und dem Freundeskreis des Stifts gespendet. Jetzt soll das Gefährt mehr genutzt und stärker in das Angebot der Pflegeeinrichtung eingebunden werden. Federführend ist Alexander Stöhr, privat begeisterter Triathlet und beruflich im Stift Leiter des technischen Dienstes.

MANOMETER

Gehwegfegen

Die Innenstadtbewohner sollen mehr fürs Gehwegkehren und Schneeschippen bezahlen: 27,72 Euro im Jahr pro Meter Grundstück, das an den Gehweg grenzt. Die Abrechnung nach Frontmeter findet ein Leser ungerecht, schließlich sind manche Gehwege schmal und andere breite Boulevards. Doch die zu reinigende Fläche ist für alle gleich, erklärt Johannes Pfahlsberger, der städtische Spezialist für die Gehwegreinigungssatzung. Die besagt, dass man mindestens einen Meter fegen, mindestens 70 Zentimeter räumen und 50 Zentimeter streuen muss. Der Reinigungsaufwand wird zusammengenommen, und die Bürger zahlen nicht exakt die Meter vor ihrem Haus, sondern ihren Anteil an einer Mischkalkulation. "Absolut gerecht wird’s nie", meint Pfahlsberger. Doch laut Gericht ist die städtische Formel gerecht genug. Möglich sei, nach Frontmeter oder Fläche des Grundstücks oder einem Mix daraus abzurechnen.

SPRUCH

Tierisch reimen

"Die Flöhe und die Wanzen gehören auch zum Ganzen", soll Johann Wolfgang von Goethe mal gereimt haben. Auf jeden Fall wurde er 1749 geboren, war Dichter und Naturforscher in zig Gebieten, von der Anatomie über Geologie bis zur Zoologie, und starb 1832.

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