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03. September 2009 18:39 Uhr

Wahlkampf in Freiburg: Der Wettergott ist unparteiisch

Was haben Oskar Lafontaine und Angela Merkel gemeinsam? Nun, sie hatten bei ihren Auftritten auf dem Freiburger Rathausplatz so ziemlich exakt das gleiche wechselhafte Wetter erwischt.

  1. Schirme auf, Schrime zu: Das Wetter war wechselhaft. Foto: Ingo Schneider

Beim Linken-Chef wie bei der Bundeskanzlerin präsentierte sich Deutschlands Sonnenscheinhauptstadt, als das sich Freiburg gerne sieht, in einem Mix aus rasch aufeinander folgenden Regengüssen und Regenpausen.

Der Wettergott verhält sich also offenbar unparteiisch – wenigstens, wenn es um Linkspartei und CDU geht. Die Sozialdemokraten hatten es da deutlich besser: Merkels Herausforderer und Außenminister Frank-Walter Steinmeier erwischte bei seiner Stippvisite vor knapp zwei Wochen draußen im Seepark einen richtigen Sommertag – der Wettergott hatte offenbar ein Einsehen und kompensierte miese Umfragen durch gutes Wetter.

Wobei: Sowohl bei Lafontaine am Abend als auch gestern bei Merkel am Mittag heiterte sich der Himmel über Freiburg während der Wahlkampfveranstaltung auf. Daran konnte gestern auch der eigenwillige Musikmix nichts ändern – direkt auf die Nationalhymne folgten ohne Pause die Rolling Stones. Wobei: Der Wettergott über dem Rathausplatz hat sich eins zu eins an das gehalten, was Mick Jagger da singt: "Angie, Angie – when will those clouds all disappear?" Wann, oh Angie, werden all diese Wolken verschwinden? Als die Kanzlerin mit dem Hubschrauber davon schwebte, war der Himmel jedenfalls himmelblau.

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Autor: Joachim Röderer