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21. Oktober 2017

BZ-Interview

Was macht eigentlich die Freiburger Bürgerstiftung?

In diesem Jahr lädt die Freiburger Bürgerstiftung zum ersten Mal zu ihrer öffentlichen Jahresversammlung in den Humboldtsaal – zu einer Informationsveranstaltung mit dem Titel „Was macht eigentlich die Freiburger Bürgerstiftung?“ Julia Littmann sprach mit Antje Reinhard vom Vorstand der Stiftung über Dauerbrenner, Besonderheiten und Benimm.

  1. Antje Reinhard Foto: Michael Bamberger

BZ: Warum hat die Bürgerstiftung ihren Auftritt zur Jahresversammlung so offensiv aufgefrischt?
Reinhard: Unsere Jahresversammlungen waren natürlich ganz bewusst immer schon öffentlich. Wir wollen ja, dass Menschen von unserer Arbeit erfahren – und im günstigsten Fall dann sogar selber dazu beitragen mögen. Aber zum ersten Mal konnten wir nun diesen außergewöhnlich schönen Humboldtsaal anmieten – und fanden, das ist die Gelegenheit, mal sehr weiträumig einzuladen und uns zu zeigen.
BZ: Was wird da konkret hergezeigt?
Reinhard: Tatsächlich unsere sämtlichen Aktivitäten. Das sind die großartigen Dauerbrenner wie die "Apfelpaten" oder wie "Sprint", die sprachliche und soziale Integration von Migrantenkindern. Und natürlich auch unsere "Stadtfotografen". Die waren im zurückliegenden Jahr zugleich auch eine Art Leuchtturmprojekt, weil die Fotografin Britt Schilling und die Filmemacherin Reinhild Dettmer-Finke einmalig ein Projektangebot um die Idee eines Stadtfotografen entwickelt hatten: Den "Blick von außen" taten diesmal zwölf Geflüchtete – und stellten ihre Fotos dann gemeinsam in der sehr gefragten Ausstellung "We cross borders" aus. Ein Riesenerfolg!

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BZ: Sind mit den laufenden Projekten eigentlich die gegenwärtigen Ressourcen der Bürgerstiftung erschöpft?
Reinhard: Nein. Wir entwickeln ja ständig auch Neues. Wir verstehen uns als Plattform, die Menschen dabei unterstützt, sinnige Projektideen wahrzumachen. Wie jetzt zum Beispiel unsere beiden jüngsten Projekte. "Generationsbrücke" ist fast in den Startlöchern – und die "Benimm-Show" von Elisabeth Bonneau ist weit in der Planung.
BZ: Wie können denn Menschen bei der Bürgerstiftung mit einsteigen?
Reinhard: Bei manchen Projekten freuen wir uns über Zeitstifter, die ganz einfach mittun. Und wenn jemand Vorschläge für ein Projekt hat, gucken wir zum Beispiel, wie sich das Projekt finanzieren ließe. Das Besondere bei uns: Wir sind in erster Linie mal Ermöglicher. Und wir leben davon, dass viele Menschen uns Zeit stiften und etliche auch Geld. Beides brauchen wir und für beides hegen wir alle Sympathien. Wer überhaupt mal einen Eindruck von der Freiburger Bürgerstiftung bekommen will, kann bei der Infoveranstaltung viel erfahren. Aber auch sonst sind wir natürlich offen für Interessierte – und freuen uns über alle, die beitragen mögen.

Zur Person: Antje Reinhard, 54, ist im Vorstand der Freiburger Bürgerstiftung und will künftig gerne bei der Benimmshow mitmischen. Sie arbeitet als Angestellte der Stadt in der Koordination von ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern.

Informationsabend der Freiburger Bürgerstiftung am Mittwoch, 25. Oktober, um 19.30 Uhr im Humboldtsaal in der Humboldtstraße 2. Mehr dazu gibt’s unter http://www.freiburger-buergerstiftung.de

Autor: lit