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Welle der Hilfsbereitschaft nach Brand in Waltershofen

Simone Lutz, Simone Höhl

Von Simone Lutz & Simone Höhl

Fr, 07. September 2018 um 19:13 Uhr

Freiburg

Für die zwei Familien, die bei einem Brand ihre Wohnung verloren haben, sind zahlreiche Sachspenden zusammengekommen. Die Polizei geht von einem technischem Defekt als Ursache aus.

Nach dem Brand eines Wohnhauses im Freiburger Ortsteil Waltershofen, der zwei Familien obdachlos machte, steht die Ursache des Feuers noch nicht fest. "Aber es weist alles auf einen technischen Defekt hin", sagte Polizeisprecher Jerry Clark am Freitag auf BZ-Anfrage. Kriminaltechniker haben inzwischen das Haus und das Fahrzeug untersucht, von dem das Feuer am Mittwoch ausgegangen war. Sie haben das Wohnmobil sichergestellt, das jetzt ein Sachverständiger vor Ort genau unter die Lupe nehmen muss, um konkretere Hinweise zur Brandursache zu finden.

In dem Reihenendhaus haben sieben Bewohnerinnen und Bewohner gelebt, so die Polizei. Keiner wurde bei dem Brand verletzt. Doch sie können nicht in das Haus zurück – es ist unbewohnbar. Das Feuer hatte schnell von dem Fiat-Reisemobil auf die Fassade und das Dach übergegriffen. Nachbarn hatten über den Notruf 112 die Feuerwehr alarmiert, die am Ende mit 54 Leuten im Einsatz war. Sie konnten das Nachbarhaus retten. Das wurde zwar beschädigt, aber die Bewohner mussten nicht ausziehen.

Suche nach Ersatzwohnung dauert an

Die, die ausziehen mussten, erfahren seit Mittwoch eine Welle der Hilfsbereitschaft. Der Verein "Z’sämme – Bürgernetz Waltershofen" hat auf seiner Facebook-Seite einen Aufruf veröffentlicht. Gesucht wird kurzfristig eine möblierte Ersatzwohnung, etwa eine Ferienwohnung, für eine vierköpfige Familie sowie eine längerfristige Bleibe. Unglücklicherweise seien gerade alle Ferienwohnungen in Waltershofen ausgebucht, heißt es in der Ortsverwaltung. Dem Vernehmen nach handelt es sich um ein Paar mit Zwillingen. Während die Mutter mit den Kindern bei ihren Eltern in Stuttgart untergekommen ist, wohnt der Vater derzeit bei einem Arbeitskollegen. Die andere Familie, die vom Brand betroffen ist, wohnt bei Verwandten und hat wohl eine Ersatzwohnung in Aussicht.

Offenbar sind so viele Sachspenden bei "Z’sämme" und der Ortsverwaltung eingegangen, dass inzwischen keine mehr angenommen werden. Ortsvorsteherin Petra Zimmermann will sich demnächst öffentlich für die Unterstützung und den Zusammenhalt im Ort bedanken. "Das hat alles ganz vorzüglich geklappt", heißt es in der Ortsverwaltung.

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