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24. September 2015

Einsparungen überzeugen Unternehmen

Zwischenbilanz des Stromspar-Projekts "Ecofit"

Wie Ökonomie mit Ökologie zusammenpassen kann, das wollen derzeit fünf Betriebe aus dem Raum Freiburg zeigen. Sie sparen auf unterschiedlichste Art und Weise Energie ein – unterstützt von Experteneinschätzungen des baden-württembergischen Förderprogramms Ecofit.

  1. Der neue Serverraum des Max-Planck-Instituts erfüllt „sämtliche Standards der Green IT“. Foto: MPI

Wichtig sei, dass nicht nur viel gesprochen werde, "sondern die Umsetzung gelingt", sagte Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik am Mittwoch bei einer Vorstellung der besten Einsparpotenziale im Max-Planck-Institut (MPI) für Immunbiologie und Epigenetik im Industriegebiet Nord.

Durch die Einsparungen, die im Rahmen des Ecofit-Projekts umgesetzt würden, leisteten die Unternehmen in und um Freiburg nicht nur einen sinnvollen Beitrag zum Umweltschutz, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung. "Sie sparen zudem Jahr für Jahr eine beträchtliche Summe an Geld – Umweltschutz, der sich in barer Münze auszahlt." Das hob auch MPI-Verwaltungsleiter Bülent Tarkan hervor. Das Finanzielle spiele natürlich immer eine wesentliche Rolle. "Das ist letztlich der Aspekt, der Unternehmen zur Umsetzung animiert", sagte Tarkan. Es sei sehr gut vermittelbar, wie schnell sich manche Investition amortisieren könne.

Stolz zeigte sich Bülent Tarkan über einen neuen Serverraum, dessen Kosten nach einer aktualisierten Planung um einen fünfstelligen Betrag gesenkt werden konnten. Auch die jährlichen Folgekosten seien niedriger – und der Server "erfüllt sämtliche Standards der Green IT". Beim MPI will man auch stromfressende "Freezer" mit einer Lebensdauer von 15 Jahren, die Wissenschaftler für Lagerung von Material brauchen und die bis minus 80 Grad kalt werden, durch energiesparende ersetzen. Das sei eine Investition von 32 000 Euro, sagte Tarkan. Die jährliche Ersparnis läge bei 4100 Euro – nach sieben Jahren seien die Anschaffungskosten ausgeglichen. Die bisherige, falsche Logik sei gewesen: Wieso "Freezer" wechseln, wenn sie noch funktionierten?

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Die Bilanz der vergangenen Ecofit-Projektrunden spreche für sich, heißt es in der Mitteilung der Stadt: Von 2010 bis 2013 haben 17 Firmen an dem Projekt teilgenommen, die jährliche Ersparnis belaufe sich auf 500 000 Euro; an Energie würden 2 720 000 Kilowattstunden eingespart, zudem 1300 Tonnen CO2 pro Jahr.

Die fünf Unternehmen, die seit Februar am Förderprogramm teilnehmen, haben bereits unter anderem mit dem Einsatz von LED-Leuchtmitteln, dem Einbau von sogenannten Präsenzmeldern oder auch der Umstellung von Heizöl auf Erdgas ihre Energiekosten senken können. Die jährlichen Kosteneinsparungen gingen bereits in die Zehntausende Euro.

Kooperationsprojekt

An dem einjährigen Förderprogramm Ecofit nehmen dieses Jahr fünf Betriebe aus Freiburg und Kirchzarten teil – die Deutsche Bimoid GmbH, die Halstrup-Walcher GmbH, Implenia AG, das Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik und die Pierre Fabre Dermo Kosmetik GmbH. Ecofit ist ein Kooperationsprojekt von Stadt, Freiburg Wirtschaft und Touristik (FWTM) und Landesumweltministerium.  

Autor: ahf

Autor: Adrian Hoffmann