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20. Juli 2012

Wie schmuck ist DNA?

Tag der offenen Tür im Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Freiburg.

  1. Den Dingen auf den Grund gehen die Mitarbeiter des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes am Tag der offenen Tür. Foto: photocase.de/lio

Dass Veterinäre sich um Tiere kümmern und Chemiker Naturforscher sind, ist bekannt. Aber wie diese zusammenarbeiten wissen wenige. Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) in Freiburg zeigt, wie das geht. Dafür werden am Samstag die Türen des Amtes für die Öffentlichkeit geöffnet.

Angefangen von tierischen Parasiten, die vielleicht auch zu Hause vorkommen, bis zu der Bestimmung von chemischen Giftstoffen in Futtermitteln und Eiern, werden dem Besucher Einblicke in die Laboratorien gegeben. Auch einen Bienenstand samt Bienenvolk kann man dort betrachten.

Doch aufgepasst! Auch die Sinne werden bei dieser Veranstaltung gebraucht. Wer kann den Unterschied zwischen Vanille, Vanillin und Vanillegeschmack heraus schmecken? Oder unterschiedliche Gerüche mit seiner Nase erraten?

Die Wissenschaftler des CVUA haben aber noch anderes zu bieten. Wie sieht die eigene DNA, also das Erbgut, aus? Isoliert von den Mundschleimhautzellen, kann die DNA mit chemischen Mitteln freigelegt werden. Wer Glück hat, darf sie sogar als Schmuckanhänger mit nach Hause nehmen.

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Neugierig geworden? Neben den genannten Programmpunkten kann der Besucher auch etwas über alltägliche Dinge erfahren. Zum Beispiel erklären die Wissenschaftler des CVUA, woraus Spirituosen bestehen, oder wie Farbstoffe aus Textilfasern herausgelöst werden.

Für jene Besucher, die gerne im Wald unterwegs sind, wird gezeigt, wie Wildfleisch- und Wildpilzproben auf Radioaktivität hin untersucht werden.

Das ist alles schön und gut, aber wer sind diese Leute des CVUA und was machen sie eigentlich? Darauf gibt es am Tag der offenen Tür am CVUA natürlich auch eine Antwort. Damit diese nicht allzu abstrakt ausfällt, stellen die Mitarbeiter verschiedene Themenbereiche ihrer Arbeit vor, die auch den Besucher interessieren könnten.

Wie findet die Herkunftsprüfung bei Lebensmitteln statt? Wie viele Rückstände von Pestiziden befinden sich im Gemüse vom Supermarkt an der Ecke? Oder wie "lebendig" kann Trinkwasser überhaupt sein?

Rund 200 Mitarbeiter befassen sich täglich mit solchen oder ähnlichen Fragen. Sie kommen aus unterschiedlichen Bereichen wie der Biologie, Lebensmittelchemie oder Veterinärmedizin. Ihre Aufgabe ist es, unterschiedliche Bereiche wie Lebensmittel, Futtermittel oder kosmetische Mittel zu untersuchen. Außerdem sind sie für den Tierschutz und den Erhalt der Tiergesundheit zuständig.

Wenn also ein Lebensmittel wegen giftigen Stoffen aus den Geschäften genommen wird, ist das meist den CVUA zu verdanken.

Tag der offenen Tür, Freiburg, Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA), im Dienstgebäude Bissierstraße 5,
Sa, 21. Juli, 10 bis 17 Uhr, Eintritt frei;
weitere Infos mit genauem Programm im Internet unter http://www.cvua-freiburg.de

Autor: emik