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28. Juli 2009

Die "Harmonie" wird ihrem Namen vollauf gerecht

Konzertabend in Schollach mit Gästen / Alois Müller und Raimund Kleiser sind seit 60 Jahren verlässliche Säulen des Chors

  1. Alois Müller (links) und Raimund Kleiser singen seit 60 Jahren im Männergesangverein Schollach Harmonie mit. Foto: eva korinth

  2. Die 20 Sänger des MGV Harmonie glänzten mit harmonisch abgestimmten und klanglich perfekten Darbietungen. Foto: Eva Korinth

EISENBACH. Klein und stimmgewaltig, das ist der Männergesangverein Schollach "Harmonie". 20 gut geübte Männerkehlen boten ihren Zuhörern am Samstagabend ein hervorragendes Konzert. Zur Unterstützung hatten sich die Schollacher Sänger die Chorgemeinschaft Löffingen-Seppenhofen Rötenbach eingeladen. Der Höhepunkt des dreistündigen Konzertabends waren die Ehrungen von Alois Müller und Raimund Kleiser.

"Ehrungen sind eine ganz besondere Einrichtung zur Auszeichnung für einen langjährige Beziehung zu einem Verein und das über Jahrzehnte, das hat bei uns einen hohen Stellenwert", sagte Hanspeter Hartung, Präsident des Breisgauer Sängerbundes. "Eure Vereinsgemeinschaft ist eine sehr lebendige Gemeinschaft", lobte er. 1949 traten Alois Müller und Raimund Kleiser in die "Harmonie" ein und sind seitdem ununterbrochen dabei. Beide singen im ersten Tenor und sind gute Probenbesucher. Kleiser sang zusätzlich eine Zeit lang im Kirchenchor. Müller war von 1998 bis 2006 stellvertretender Vorsitzender des MGV und ist seit 1949 auch im Kirchenchor aktiv. Beide nahmen von Hartung eine Ehrenurkunde des Deutschen Sängerbunds sowie die goldene Sängernadel entgegen. Von Reinhold Meder von der Gruppe Hochschwarzwald des Breisgauer Sängerbunds erhielten sie je einen Sängerpass.

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Variantenreiches erklang im Doppelkonzert für die Zuhörer: Wanderlieder, Volkslieder, Trinklieder, Mozart. Kein Platz war mehr frei im Bürgersaal, und wer gekommen war, erlebte Männergesang vom Feinsten. Die Dirigenten Alfred Schneckenburger (Schollach) und Bruno Krämer hatten ihre Chöre sehr gut vorbereitet und jeweils ein passendes und stimmiges Repertoire einstudiert.

Das Anfangslied "Wir sind die Könige der Welt" war ein gelungener Auftakt. Die "Harmonie" bewies, dass es ohne weiteres möglich ist, mit "nur" 20 Stimmen perfekt zu klingen. Der Bürgersaal bot die Möglichkeit zur Entfaltung. Der Männergesangverein Schollach darf als Geheimtipp angesehen werden, den anzuhören, sich lohnt. Die 34-köpfige Chorgemeinschaft stand ihr allerdings nicht nach. Der Auftritt beider Chöre zu Konzertbeginn und -ende war neben den Waldhornsoli von Daniel Heizmann eines der i-Tüpfelchen auf das Programm .

Interessant waren die unterschiedlichen Interpretationen des Volkslieds "Auf einem Baum ein Kuckuck saß". Den Satz von Rudi Kühn sangen die Schollacher, den Satz von Arnold Kempkens präsentierten die Gäste – beides gefiel. Blockweise wechselten sich die Chöre ab, was sich als überaus kurzweilig erwies. Sehr gut kamen die "Schönheitstipps" der Löffinger-Seppenhofener und Rötenbacher Sänger in ihrem Lied "Mensch ärgere dich nicht" an: Das Publikum forderte Zugabe. Was Tunichtgute, Lumpenhunde, Männer auf Freiersfüßen alles so anstellen, das besangen beide Chöre. Das Trinkliederpotpurri der Schollacher zur Klavierbegleitung von Daniel Heizmann ließ am Ende alle zum Glas greifen und kräftig mitsingen. Beim Schlusslied des Programms "Als Freunde kamen wir", blieb es nicht. Zugaben waren Pflicht.

Autor: Eva Korinth