Efringen-Kirchen

Geheimnisvoller Genuss bei der Dorfweihnacht Kleinkems

Reinhard Cremer

Von Reinhard Cremer

So, 16. Dezember 2018 um 16:55 Uhr

Efringen-Kirchen

Klein ist sie, die Dorfweihnacht Kleinkems, aber sie bietet viel – vor allem auch ganz eigene Kreationen. Die BZ hat nachgefragt.

Ein Jubiläum feierte der Gesangverein "Rheinlust" am Samstag: Zum zehnten Mal veranstaltete er die kleine Dorfweihnacht in Kleinkems. Bei kaltem, aber trockenem Wetter versammelten sich zahlreiche Dorfbewohner auf dem Festplatz rund um den Dorfbrunnen. Schwedenfeuer und die Lichter des Weihnachtsbaumes verliehen dem Platz eine stimmungsvolle Atmosphäre.

Richtig feierlich wurde es, als drei Trompeter von der Musikschule Markgräflerland – Friedrich Renkert, Ronja Baum und Sandro Stadler – vom Vizedirigenten Lucien Weiss organisiert, ihre Instrumente erklingen ließen. Gemeinsam mit ihnen sangen die Umstehenden traditionelle Weihnachtslieder. Vereinsvorsitzende Renate Steinbauer hatte in weiser Voraussicht, wie auch in den Jahren zuvor, Zettel mit den Texten der Lieder an die Anwesenden verteilt.

Ein Rezept entlockt

Wem es dabei zu kalt geworden war, der oder die konnte sich mit Punsch oder Glühwein im Zelt des Gesangvereins wieder aufwärmen. In einem Nachbarpavillon gab es Holzkunst, die Detlef und Sybille Güdemann aus Wallbach an den Gesangverein gegeben hatten, damit dieser sie mit kleinem Gewinn für die Vereinskasse verkaufen konnte. Daneben bot Ute Fotschki Lichtobjekte aus Mosaiken an. Mit dabei auch wieder Ruth Merkofer, die eifrig Apfelbrot und Quittenbrot für den kleinen Weihnachtsmarkt gebacken hatte – Stammgäste des Markts freuen sich schon jedes Jahr darauf. Das Rezept allerdings für das Apfelbrot wollte sie nicht verraten. Immerhin gab sie dann noch preis, wie sie ihr Quittenbrot macht, welches eigentlich kein Brot, sondern eine Süßigkeit ist und an Geleefrüchte erinnert.

Süßes für die Kleinen hatte auch der Nikolaus (Rico Seidel) mitgebracht. Tim Scheil sang für ihn sogar fast das ganze Lied von der Weihnachtsbäckerei. Aber auch alle anderen Kinder bekamen etwas aus dem großen Sack. Erst spät in der Nacht erloschen die Lichter im Zelt zwischen Weihnachtsbaum und Brunnen.
Ruth Merkofers Quittenbrot

Man nehme ein Kilo Quittenmus, gebe ein Kilo Zucker und einen halben Teelöffel Zimt hinzu. Dann lasse man das Ganze kochen, bis ein zäher, aber nicht harter Brei entsteht. Anschließend wird die Masse auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech zirka einen halben Zentimeter dick aufgestrichen. Bei etwa 70 Grad darf sie jetzt trocknen. Dabei empfiehlt es sich, sie nach einer Stunde auf ihre Festigkeit zu kontrollieren. Gelungen ist das Quittenbrot, wenn es in sich wie Gummibärchen anfühlt. Zum Schluss wird die winterliche Spezialität in kleine Rauten zerteilt. Fertig ist der Hochgenuss.