MIT GEWINN LEBEN: Günstiger wohnen

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 05. November 2016

Geld & Finanzen

Wann können Studierende ihre Mietkosten absetzen? .

Enorme Mietpreise, teure WG-Zimmer, kostspielige Zwischenlösungen: In diesem Jahr haben Studentinnen und Studenten in den meisten Universitätsstädten wie Freiburg wieder schlechte Aussichten auf bezahlbaren Wohnraum, wie jüngst eine Studie des Moses Mendelssohn Instituts mit dem Portal WG-gesucht.de dokumentiert hat. Immerhin lässt sich unter gewissen Umständen die Miete als Studienkosten von der Steuer absetzen. Allerdings darf der Studienort dann nicht der "Lebensmittelpunkt" sein. Stattdessen muss der Studierende während des Studiums einen anderen Erstwohnsitz haben und dort mindestens 10 Prozent der laufenden Kosten wie Miete und Nebenkosten bezahlen. Wer also ein kostenloses Zimmer bei seinen Eltern hat, kann keinen Zweitwohnsitz am Studienort von der Steuer absetzen. Zugegeben: Als Studierender seine Mietkosten abzusetzen, ist mit einer großen Hürde verbunden – aber wer am Studienort tatsächlich einen Zweitwohnsitz hat, für den kann sich die Mühe richtig lohnen. Studenten, die ihr erstes Studium machen, können bis zu 6000 Euro im Jahr an Sonderausgaben von der Steuer absetzen – also zum Beispiel die Miete und anderen Studienkosten. Wer sein zweites Studium mit Zweitwohnsitz am Studienort macht, für den gilt: Alle Kosten, die im Zusammenhang mit dem Studium stehen – von der Miete über die Studiengebühr bis zu den Fachbüchern –, sind in voller Höhe als Werbungskosten absetzbar. Außerdem sind beim Zweitstudium die Kosten für das Studium vortragsfähig. Dies bedeutet, dass ein Student seine Studienkosten dann absetzen kann, wenn er im Beruf bereits Geld verdient.

Christina Georgiadis ist Pressesprecherin der Vereinigten Lohnsteuerhilfe e. V. (VLH), dem mit mehr als 850 000 Mitgliedern und rund 3000 Beratungsstellen größten Lohnsteuerhilfeverein Deutschlands. Die VLH erstellt für ihre Mitglieder die Einkommensteuererklärungen im Rahmen von § 4 Nr. 11 StBerG. Eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe finden Sie unter http://www.vlh.de