Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

29. Juni 2011

Gelungene Premiere im Gewölbekeller

Konzert im Rathauskeller mit Steffi Lais: Verein "Kulturhaus Todtnau" hat Hoffnungen.

  1. Steffi Lais im Todtnauer Rathauskeller: Der Kulturhausverein hofft, dass der Keller auch künftig genutzt werden kann. Foto: Privat

TODTNAU (BZ). Vor knapp einem Jahr hat der Verein Kulturhaus Todtnau anlässlich seines Kulturhaustages mit großer Besucherresonanz Einzug in das Gebäude der ehemaligen Bürstenfabrik Wissler gehalten (wir berichteten). Doch schon bald hatte die Realität den Verein eingeholt: Zu groß wären die Investitionen gewesen, um die brandtechnischen Voraussetzungen für größere Veranstaltungen zu erfüllen. Der Verein verlagerte deshalb seine Folgeveranstaltungen in wechselnde Räumlichkeiten im Gemeindegebiet.

Der kühlen und regnerischen Witterung war es zuzuschreiben, dass der auf dem neugestalteten Rathausplatz geplante Chanson-Abend mit Steffi Lais kurzerhand in den Gewölbekeller des Rathauses verlegt wurde. Ein Glücksgriff, wie sich herausstellen sollte. Besucher und Veranstalter waren gleichermaßen begeistert vom Charme des in warmem Theaterlicht erstrahlten unverputzen Bruchsteingemäuers des Kellers.

Bis auf den letzten Platz gefüllt war der Konzertraum gleich zu Beginn der Veranstaltung, selbst mit dem Foyer des Kellers nahm eine große Zahl von Besuchern Vorlieb. Auch Steffi Lais und ihre musikalischen Begleiter Marion Enderle und Giacino Raguso genossen sichtlich die Atmosphäre. Wiederholt gratulierte und bedankte sich Steffi Lais für die Veranstaltung in den besonderen Räumen und dafür, dass sie nach langer Zeit wieder einmal in ihrer Heimat, dem Oberen Wiesental, auftreten konnte. Dezent begleitet von Mario Enderle am Keyboard, interpretierte Steffi Lais gewohnt sicher in Stimme und Melodieführung Schlager und Chansons, unter anderem von Hildegard Knef, Edith Piaf. Sie kokettierte zwischen den Stücken mit dem Publikum und begrüßte herzlich den einen und anderen Bekannten aus der "guten alten Pfeffermühle-Zeit".

Werbung


Den zweiten Block des Abends widmete Steffi Lais ausschließlich der irischen Künstlerin Dido – einem musikalischen Multitalent – und ihren bekanntesten Hits, rhythmisch phrasiert von Giacino Raguso an den Percussion. Leicht kabarettistisch fand der Abend seinen gelungenen Abschluss, zum Beispiel mit Ina Müllers "Maxi-Cosi". Die ausgewählten Schlager und Chansons waren der ausdrucksstarken wunderbaren Stimme von Steffi Lais geradezu auf den Leib geschnitten. Steffi und ihre Band verstanden es, das Publikum in den Rathausgemäuern stimmungsvoll einzufangen.

Doch wie geht es nun weiter mit dem Verein Kulturhaus? Hat man mit dem Gewölbekeller nun eine Lösung des Raumproblems gefunden? Der Gemeinderat von Todtnau hat bereits Mittel für eine weitergehende Sanierung des Kellers bereitgestellt. Eine weise Entscheidung, wie der Konzertabend mit Steffi Lais gezeigt hat. Bleibt nur zu hoffen, dass der Rathauskeller auch künftig dem Kulturhaus Verein zur Verfügung steht und der Premiere noch viele ähnliche Veranstaltungen folgen können.

Autor: bz