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26. Juli 2017

Gesundheit

Tabak und Alkohol verursachen nicht zwingend Tumor in Kopf-Hals-Region

Krebs in Kopf-Hals-Region.

Die Ursache für einen Tumor in der Kopf-Hals-Region muss nicht zwingend Tabak oder Alkohol sein. Forscher der HNO-Klinik der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig haben erstmals eine genetische Veranlagung für Zungen-, Rachen- oder Kehlkopfkrebs nachgewiesen. Diese wiegt mitunter sogar schwerer als die Risikofaktoren Rauchen und Alkoholkonsum. Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin Oral Oncology publiziert.

"Zu viel geraucht, zu viel getrunken – selbst schuld", lautet meist die einfache Losung, mit der Patienten mit Kehlkopf-, Rachen- oder Zungenkrebs stigmatisiert werden. "Viele unserer Patienten leiden psychisch unter dieser Zuschreibung. Gerade junge Frauen, die immer einen gesunden Lebensstil gepflegt haben, fallen darunter", sagt Andreas Dietz, Professor für HNO-Heilkunde an der Universität Leipzig. Denn gemeinhin gelten Tabak- und Alkoholkonsum und neuerdings auch humane Papillomviren (HPV-16) als die Hauptrisikofaktoren für Tumoren in der Kopf-Hals-Region. Bei Patienten mit der entsprechenden genetischen Veranlagung für solche Krebsarten sind den Leipziger Forschern zufolge ein Teil der Immunantwort und das Abtöten mutierter Zellen gestört. Besonders deutlich wurde dies demnach bei betroffenen Frauen.

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Autor: BZ