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28. Dezember 2015

Am Ende kommt doch etwas zurück

45 000 Euro spendet "ahp Merkle" aus Gottenheim für verschiedene Projekte und Organisationen.

  1. Spenden in Höhe von 46000 Euro wurden kürzlich von der Firma ahp Merkle und den Mitarbeitern an Hilfsbedürftige und Hilfsorganisationen übergeben. Foto: Mario Schöneberg

GOTTENHEIM (schö). Mit 45 000 Euro zuzüglich weiterer 1000 Euro einer Sammlung der Mitarbeiter erreichte die Spendensumme, die die Firma "ahp Merkle" in diesem Jahr anstatt Weihnachtsgeschenken an Hilfsorganisationen spendete, einen neuen Höchststand. Erstmals gingen Gelder auch an zwei Familien, um behinderte Angehörige direkt zu unterstützen.

"Es ist schön, dass ich heute hier mit Menschen zusammen sein darf, die sich für andere, die Hilfe brauchen, einsetzen und auch was tun", betonte Firmenchef Christen Merkle. Die 45 000 Euro merke man in der derzeit gut laufenden Firma nicht wirklich. Aber der Chef von rund 160 Mitarbeitern, die Hydraulikzylinder für die Industrie produzieren, ist überzeugt, dass am Ende doch etwas zurückkommt. Und Merkle betonte, die Firma mache auch deutlich auf die Spenden und die Organisationen aufmerksam, immer in der Hoffnung, dass Nachahmer gefunden werden.

Elf Organisationen und Vereine konnten sich in diesem Jahr über eine Spende von 3000 oder 5000 Euro freuen. Mitglieder der Vereinsvorstände waren zu einem Übergabetermin in den Gottenheimer Firmensitz eingeladen und berichteten von ihren Projekten, bevor sie von Katrin Merkle den symbolischen Scheck entgegennahmen. Sie freue sich besonders, so Katrin Merkle, diesmal auch zwei Familien unterstützen zu können. Die Schweizers aus March bekamen dabei 5000 Euro, um ihre Wohnung behindertengerecht umbauen zu können. Familienvater Martin Schweizer ist an Amyotropher Lateralsklerose (ALS) erkrankt, sitzt im Rollstuhl und muss nachts gar beatmet werden. 3000 Euro gingen an Familie Enderlin aus Teningen, sie kämpft schon seit zwei Jahren um ein Pflegebett für ihren spastisch gelähmten Sohn Karsten.

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Über 5000 Euro freute sich das Haus des Lebens in Freiburg, in dem junge schwangere Frauen in Not betreut werden. Eine neue Waschküche soll eingerichtet werden, erklärte Leiterin Daniela Hauser. 3000 Euro gingen an den Förderverein des Freiburger Essenstreffs. Die Vereinigung zur Hilfe für psychisch kranke Kinder investiert 5000 Euro in die ambulante Beratung kranker Eltern, und der Deutsche Kinderschutzbund braucht die 3000 Euro für Kurse für kreativen Spracherwerb für Flüchtlingskinder. Für Kinder mit Bewegungs- und Wahrnehmungsproblemen verwendet der Verein für Psychomotorik die Spende von 3000 Euro an. Ebenfalls 3000 Euro gingen an den Verein Sommeraufbruch, der Kindern mit neuromuskulären Problemen einen betreuten Urlaub im Jahr ermöglicht, auch die Renate-Merkle-Stiftung bekam 3000 Euro. Erstmals bedacht wurden in diesem Jahr die Freiburger Stadtpiraten, die sich um Flüchtlingskinder kümmern. Die 3000 Euro sollen laut Vorsitzendem David Rösch für ein Pfingstcamp mit 130 Kindern genutzt werden.

Die Freiburger Tafel nutzt die 3000 Euro für ein neues Kühlfahrzeug, über die gleiche Summe freute sich der Freiburger Kleiderladen, der besonders Kinderkleidung und Schuhe für Flüchtlinge benötigt. Der Förderverein OFF, der Frauen in Not unterstützt, möchte die 3000 Euro für das Projekt "Brückenschlag" nutzen. Zweimal 500 Euro sammelten die Mitarbeiter von "ahp Merkle" während der Weihnachtsfeier. Das Geld geht an die Stadtpiraten und den Essenstreff. Azubi Yasin Dinc berichtete von seinen Erfahrungen im sozialen Praktikum, jeder Auszubildende im ersten Lehrjahr arbeitet dabei eine Woche beim Essenstreff oder bei der Freiburger Tafel aktiv mit.

Autor: schö