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21. Oktober 2010
Das Singen im Chor ist ein Lebenselixier
Gottenheimer "Liederkranz" und Chorverband ehren beim Herbstkonzert langjährige Sänger.
GOTTENHEIM (schö). Bei seinem Herbstkonzert ehrte der Männergesangverein "Liederkranz" in der Gottenheimer Festhalle viele langjährige aktive Mitglieder. Mitwirkende waren auch die Männerchöre aus Umkirch und Wasenweiler, die wie die Gastgeber von Rudolf Becker geleitet werden. Für mehr als 810 Jahre aktives Singen könne er Ehrungen überreichen, freute sich Hans-Peter Hartung, der Vorsitzende des Breisgauer Sängerbundes. Gemeinsam mit der Vorsitzenden der Sängergruppe Tuniberg-March, Sigrid Walter, überreichte er die Auszeichnungen, die bis zum Ehrenteller des Badischen Chorverbandes für 65 aktive Sängerjahre reichten.
"Rein muss das Herz des Sängers sein", zitierten die Gastgeber in einem ihrer vier Auftaktlieder Mozart. Der Vereinsvorsitzende Walter Hess hatte zuvor die Gäste begrüßt, außer den beteiligten Chören fanden sich aber trotz freiem Eintritt gerade mal rund 50 Freunde des Männergesangs in der Halle ein. Besonders für Verdis Freiheitschor bekamen die Gottenheimer Sänger aber reichlich Applaus.
Viele Sänger seien schon kurz nach dem Krieg dem Männergesangverein beigetreten, blickte Sigrid Walter auf die Geschichte der Gottenheimer Sänger zurück. Sie kamen oftmals schon als junge Männer mit 15, 16 Jahren. Damals sei es nicht nur um die Geselligkeit gegangen, vielmehr galt es, anzupacken und das Dorf wieder aufzubauen.
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Von einem schönen Kleinchor sprach auch Hans-Peter Hartung in seiner Laudatio angesichts der vielen zu Ehrenden. Das zeige, dass Singen ein Lebenselixier sei, das bis ins hohe Alter fit halte. Im Breisgauer Sängerbund, der in zwei Jahren 150 Lenze zählen wird, gehe es nicht nur um die Erhaltung von Traditionen, sondern um das Singen und um die Pflege des gemeinsamen Miteinanders. Von einer tollen Leistung der Sängerjubilare sprach auch Gottenheims Bürgermeister Volker Kieber, der es bedauerte, dass sich nur so wenige Bürger für den Abend interessierten. Schließlich sei der Verein sehr engagiert im Dorf. Was wären die Feste im Dorf ohne den Zusammenhalt der Vereine und die Lieder des Chores, fragte Kieber. Der Verein sei auch eine eine soziale Brücke, die vielen Generationen unter seinem Dach Platz biete. Er dankte auch Walter Hess, der als Vorsitzender seit 14 Jahren die Geschicke des Chores leite und sich als Sprecher der Vereinsgemeinschaft stark engagiere.
Nach den Ehrungen durch die Verbände und den Verein waren dann die Chöre aus Umkirch und Wasenweiler an der Reihe. Klassisches Männergesangrepertoire war zu hören wie "Mach was Schönes aus diesem Tag", "Glocken der Heimat" oder "Aus der Traube in die Tonne". Es folgten nochmals drei Lieder der Gastgeber, bevor sich alle Chöre zum großen Finale vereinigten und "Marina" von Arnold Kempkens sangen.
Ehrungen: 65 Jahre: Hermann Helbing, war auch 10 Jahre stellvertretender Vorsitzender und Helmut Wurster. 60 Jahre: August Hunn, war auch 22 Jahre Beisitzer; Franz Hunn; Josef Maier; Viktor Schmidle; Walter Rambach, Ehrenvorsitzender, war 27 Jahre Vorsitzender und 45 Jahre Vizedirigent; es fehlten: Eduard Maurer und Franz Duffner. 50 Jahre: Manfred Maurer, seit 1960 Beisitzer und Hans Maier, 30 Jahre Beisitzer. 40 Jahre: Manfred Dangel; Klaus Meier; Karl-Heinz Sennrich; Walter Hess, seit 14 Jahren Vorsitzender, wurde zum Ehrenmitglied ernannt. 25 Jahre: Gottfried Hertweck und Klaus Melcher, war 14 Jahre Rechner.
Autor: schö
