Ein Garten sieht nie gleichförmig aus

Chris Seifried

Von Chris Seifried

Sa, 27. Juni 2015

Grafenhausen

Sabine Stritt beteiligte sich in Grafenhausen an der Aktion "Offene Gartentür" / Besucher diskutierten mit der Hobbygärtnerin.

GRAFENHAUSEN. Im Rahmen der aktuellen Aktion "offene Gartentür am Hochrhein" beteiligte sich Hobbygärtnerin Sabine Stritt im Spiechergässle in Grafenhausen nach 2011 und 2012 nun schon das dritte Jahr. Mitte Juni war ihr schönes und üppig blühendes privates Gartenparadies von 11 bis 17 Uhr für Jedermann geöffnet: Eintreten in eine blühende Gartenlandschaft, zum Schauen und Staunen - Eintauchen in eine grüne Oase der Ruhe, zum Träumen und Entspannen.

Während der gesamten Öffnungszeit kamen immer wieder interessierte Blumenfreunde und Gartenliebhaber, um die prächtige Blüten- und Pflanzenvielfalt in Sabine Stritts Privatgarten zu besichtigen. Schlussendlich herrschte den ganzen Tag über ein reges Kommen und Gehen, bis am Nachmittag leider der Regen kam. "Die Besucher kamen nicht in Scharen, aber das fand ich völlig in Ordnung", betonte Sabine Stritt im Gespräch mit der Badischen Zeitung. In aller Ruhe konnte so jeder Besucher durch den Garten gehen und persönliche, unterschiedliche Eindrücke einfangen. Die Worte einer Besucherin: "Vieles sieht man beim ersten Durchgehen noch nicht, erst beim zweiten Gang fallen einem ganz versteckte Dinge im Garten auf."

"Ganz viel Lob habe ich bekommen", freute sich die Hobbygärtnerin aus Passion. "Gefragt wurde ich immer wieder, wie viele Stunden ich im Garten verbringe". Das aber sei ganz unterschiedlich, je nach Jahreszeit. "Aber die vielen, teils auch anstrengenden Stunden vergisst man dann, wenn man abends durch den Garten schlendert und die vielen Blüten, durch die Sträucher und Bäume von der Abendsonne beschienen, in einem ganz besonderen Licht erscheinen. Da wird man dann selbst belohnt", hob sie hervor.

Seit 20 Jahren hat die begeisterte Hobbygärtnerin einen eigenen Garten. Zu Beginn waren´s nur kleine Beete, die immer wieder vergrößert und verändert wurden. Die Liebe zum Garten wuchs stetig im Laufe der Jahre. Es wird nach ihren Angaben nur gepflanzt, was in der Höhenlage in Grafenhausen ohne Winterschutz zurechtkommt. Die Arbeit im Garten macht ihr viel Spaß: "Nach dem Herbst freut man sich dann eigentlich, dass die Gartenarbeit endlich einmal ruht. Doch im Frühling kann man es schon nicht mehr erwarten, bis es wieder los geht. Man erwartet sehnsüchtig die ersten Blüten, die dann irgendwo aus der Erde kommen", schwärmte Sabine Stritt.

Ein Garten sieht nie gleich aus. Er wechselt stets, nicht nur mit den Jahreszeiten, bei Regen, Sonne, am Morgen und am Abend, immer hinterlässt er andere Eindrücke. Es gibt ein Sprichwort, das ihr ganz besonders gefällt: "Noch im Schlafrock mache ich meinen ersten Gartenrundgang. Die Neugier treibt mich heraus. Es kann ja viel passiert sein über Nacht (Jürgen Dahl)."

Mit dem Aktionstag war die Hobbygärtnerin insgesamt zufrieden. Und damit niemand lange suchen musste, zeigte sich bereits der Eingangsbereich vor dem Haus mit vielen bunten Blumen besonders schön, einladend und repräsentativ dekoriert. Gleich daneben hießen eingravierte Worte auf einem Stein die Besucher im Gartenparadies herzlich willkommen.