Graben in der Narrenhistorie

cs

Von cs

Fr, 08. Dezember 2017

Grafenhausen

Zunft der Galgenvögel stellt Bilderdokumentation zusammen, die zum Jubiläum präsentiert wird.

GRAFENHAUSEN (cs). Zu ihrem 50-jährigen Bestehen, das am 20. und 21. Januar 2018 im Rahmen eines großen Narrentreffens gefeiert wird, möchte die Narrenzunft der Galgenvögel Grafenhausen auch eine Ausstellung über ihre Geschichte im Schwarzwaldhaus der Sinne gestalten. Derzeit stellen die Verantwortlichen eine Bilderdokumentation zusammen, die nach Themen sortiert auf großformatigen Leinwandtafeln präsentiert werden soll.

Federführend für die Bilderdokumentation sind Obergalgenvogel Nicole Hösl und Ehrenmitglied Hartmuth Frank. Bei ihnen laufen quasi die Fäden zusammen, wenn es darum geht, "altes Material" wie Fotografien von anno dazumal, alte Zeitungsartikel und Fasnethäs oder Teile davon zu beschaffen, zu begutachten und gegebenenfalls nach Themen zu sortieren. Gemeinsam mit weiteren hilfsbereiten Närrinnen und Narren treffen sie sich immer wieder in der Zunftstube, wo das Sammelsurium zunächst auf einem Tisch ausgebreitet und gesichtet wird. Die meisten bis dato eingegangenen Materialien wurden von Zunftmitgliedern, aber auch von verschiedenen Bürgerinnen und Bürgern aus dem Dorf zur Verfügung gestellt.

Wie Hartmuth Frank bei einem gemeinsamen Treffen zu erzählen wusste, stammen die ältesten Fotografien – teilweise noch in schwarz-weiß – aus den 1960er Jahren. Darunter sind beispielsweise etliche Bilder des Zunftballetts und solche von diversen Auftritten bei den Zunftabenden. 1970 habe es den ersten dieser Abende gegeben, 1971 und 72 fand der Zunftabend im Haringer, 1973 und 74 in der Krone und ab 1975 in der Schwarzwaldhalle statt. Weiter erinnerte sich Hartmuth Frank, dass es ganz früher, also vor der Gründung der heutigen Narrenzunft, noch eine Teufelszunft gab. Für deren Belange, so sagte er, zeichneten damals Werner Peper und ein Herr Hienerwadl verantwortlich.

Zudem haben die Narren in einem Aufruf im Gemeindemitteilungsblatt darum gebeten, alte Bilder, sonstige Dokumente oder Erinnerungsstücke, die irgendwie mit den Galgenvögeln zu tun haben, der Jubiläumszunft als Leihgaben zu überlassen. Insbesondere, so heißt es hier, werden Hinweise jeglicher Art gesucht, die von der damaligen Teufelszunft stammen könnten. "Die Bilder, die wir bis jetzt haben, werden noch mit weiteren Fotos und alten Zeitungsartikeln vervollständigt", informierte das Ehrenmitglied. Nach bestimmten Themenbereichen sortiert, sollen die erhaltenen Bilder auf großformatigen Leinwandtafeln präsentiert und im Schwarzwaldhaus der Sinne aufgehängt werden. Wie Obergalgenvogel Nicole Hösl abschließend sagte, soll diese Dokumentation über die 50-jährige Geschichte der Galgenvögel mit einer Vernissage im Januar eröffnet werden.