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24. April 2009
Auszeichnung ist Ansporn
Kurz gefragt: Herwig Eggers zum Theodor-Heuss-Preis
GRENZACH-WYHLEN. Der Theodor-Heuss-Preis wird am Samstag unter anderem an die Grenzach-Wyhlener Lokale- Agenda-21-Gruppe verliehen. Eine Abordnung mit Bürgermeister Jörg Lutz an der Spitze stellt bereits heute in einem Kolloquium in Stuttgart die Agenda-Arbeit vor. Mit dabei ist auch Herwig Eggers, der den Agenda-Arbeitskreis Natur und Umwelt geleitet hat. Hary Wickert sprach mit ihm.
BZ: Herr Eggers, ist die Auszeichnung eine verspätete Anerkennung oder mehr?Herwig Eggers: Sie ist Ansporn, aber auch Bestätigung. Der Zeitpunkt ist allerdings etwas überraschend, obwohl ich mir gerade in den letzten Tagen einen Stapel mit Agenda-Unterlagen herausgesucht und über eine Retrospektive nachgedacht habe. Nach Beendigung des Agenda-Projektes war ich allerdings ziemlich ausgebrannt, das ging wohl auch anderen so.
BZ: Welche Vorhaben aus dem von Ihnen geleiteten Arbeitskreis sind umgesetzt worden?
Eggers: Ich bin gerade dabei, genau nachzusehen, was angelaufen ist. Ein Hauptprojekt ist auf jeden Fall die Flachwasserzone am Rheinufer im Bereich Salzlände bis Rheinhalde. Da haben gemeinschaftlich die Fischer und die Naturschützer ein Zeichen gesetzt, das ist schon bemerkenswert. Ich weiß zudem, dass die Leute inzwischen lieber dort hingehen als vorher, obwohl wir dort eine eine wirklich ramponierte Situation vorgefunden hatten, so zum Beispiel zahlreiche Stege und Beton. Jetzt hat sich sogar der Biber dort eingefunden.
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BZ: Ist Grenzach-Wyhlen auf dem richtigen Weg mit der Agenda oder dem Workshop zum Flächennutzungsplan?
Eggers: Grundsätzlich ja, doch die Agenda löst nicht alle Probleme, da kann es auch Meinungsverschiedenheiten geben. Bei der Fortschreibung des Flächennutzungsplanes fordern die Bürger nun ein, was versprochen worden ist, zum Beispiel sparsam mit Grund und Boden umzugehen. Das Orientieren an erarbeiteten Grundsätzen ist wichtig, es wird sich zeigen, was wir wirklich umsetzen und leben. Festzuhalten bleibt, dass Menschen, die sich bei der Agenda eingebracht haben, sich auch weiterhin engagieren, in Vereinen, im Gemeinderat oder auch in Bürgerinitiativen.
Autor: wic
