Bunte Geburtstagsfeier

Rolf Reißmann

Von Rolf Reißmann

Mo, 25. Juli 2016

Grenzach-Wyhlen

40 Jahre Schulzentrum feierten Schüler, Lehrer und Eltern mit viel Programm und vielen Infos.

GRENZACH-WYHLEN. Eine rundum gelungene Geburtstagsparty fürs Schulzentrum haben am Samstag Schüler, Lehrer, Eltern und viele andere Gäste gefeiert. Bereits zur Eröffnung, die der Realschulchor gestaltete, waren rund 300 Besucher da – und die waren von dem vielfältigen Programm sehr überrascht. Wie es sich für ein Geburtstagskind gehört, wurden auch Wünsche geäußert: Denn das Schulzentrum platzt aus allen Nähten.

Klassenzimmer in Aktion
Die Schülerinnen und Schüler hatten in den Klassenräumen viele Aktionen vorbereitet. Da gab es ein Fabelpuzzel und Märchenraten, verbunden mit der Suche nach den Gegenden in Deutschland, in denen sie angesiedelt sind. In einem Klassenraum mit dem neuen Mediensystem waren Länder auf der Weltkarte zu finden, französisches Theater wurde gezeigt und ein Raum widmete sich dem Zusammenleben der Kulturen. Hier konnten Erwachsene und Kinder unter anderem versuchen, ihren Namen in Arabisch zu schreiben. Ein Raum widmete sich den großen Weltreligionen.

Recht aufwändig präsentierten Realschüler ihr Polen-Projekt, seit fünf Jahren bestehen enge Kontakte zum Gymnasium in Czedladz bei Katowice. Mehrere Klassen hatten sehr ausführliche Kenntnisse über Wirtschaft und Gesellschaft in Polen zusammengetragen und stellten die Großstadt Katowice vor. Mit viel Feingefühl wiesen sie die Besucher auch auf die naheliegende Gedenkstätte des Vernichtungslagers Auschwitz hin. In der Aula führten mehrere Klassen regelmäßig kleine Theaterstücke auf. Dank der sehr engagierten Vorbereitung durch die beiden Elternbeiräte wurde eine vielseitige Bewirtung angeboten, allein 50 Kuchen hatten sie mitgebracht.

Interesse White Boards
Zahlreiche Eltern interessierten sich mehr für die Lernbedingungen, hatten sie doch die Ausstattung mit White Boards (die BZ berichtete) noch gar nicht gesehen. Auch die modernen Maschinen in den Technikräumen verblüfften vor allem einige Väter.

Architekt schaut vorbei
Auch Architekt Harry Vogt war ins Schulzentrum gekommen, er hatte bereits vor fünf Jahren die Schulerweiterung begleitet und schaute an diesem Samstag sachkundig auf das derzeitige Dachgeschoss. Dringend muss hier saniert werden, denn das Kiesdach ist kaum wärmegedämmt und bedarf außerdem einer Instandsetzung. Wenn hier allerdings ein weiteres Stockwerk drauf kommt, wird das jetzige Dach ohnehin zum Fußboden.

Langer Wunschzettel
Bereits bei der Begrüßung hatten die Schulleiter Manfred Stratz (Lise-Meitner-Gymnasium) und Christoph Bigler (Realschule) auf die Raumnot im Schulzentrum verwiesen. Allein die Realschule erwartet mit Beginn des neuen Schuljahres 82 Fünftklässler, das sind mehr Neuzugänge als Abgänge. Auf dem unteren Schulhof werden in den kommenden Wochen vier vorläufige Klassenräume aus mobilen Raumzellen aufgebaut, um die Situation etwas zu entspannen. Denn beiden Schulen haben auch im Umland einen guten Ruf, zahlreiche Mädchen und Jungen kommen beispielsweise aus Herten ins hiesige Schulzentrum. In einem Grußwort hatte Bürgermeister Tobias Benz – er weilte mit dem Gemeinderat in einer Klausursitzung und fehlte – versichert, dass die Gemeinde als Schulträger ihre Verpflichtungen erfüllen wird. Er lobte die pädagogische Arbeit und informierte über die Schaffung einer Stelle für einen Schulpsychologen.