Die Börse ist ein Erfolgsmodell

Martina Weber-Kroker

Von Martina Weber-Kroker

Mo, 17. Februar 2014

Grenzach-Wyhlen

Zahlreiche Schüler und Eltern nutzen die Gelegenheit sich im Schulzentrum über "Wege in den Beruf" zu informieren.

GRENZACH-WYHLEN. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler, aber auch viele Eltern nutzten am Samstag die Gelegenheit, sich bei der Ausbildungsbörse im Schulzentrum über ein vielfältiges Angebot an Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten zu informieren. Auf drei Etagen präsentierten sich rund 50 Aussteller mit über 100 Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten. Vertreten waren ebenfalls weiterführende Schulen und Hochschulen.

Die Veranstalter freuten sich über das sehr große Interesse. Organisiert wurde die Ausbildungsbörse im Schulzentrum, die unter dem Motto "Wege zum Beruf" stand, zum sechsten Mal vom Freundeskreis der Realschule in Zusammenarbeit mit dem Verein der Freunde des Lise-Meitner-Gymnasiums. "Es gibt viel Neues zu entdecken", meinte Toska Vogt, Vorsitzende des Freundeskreises der Realschule und Initiatorin der Ausbildungsbörse, bei der Ausstellungs-Eröffnung. Insgesamt 13 Unternehmen waren bei der sechsten Ausbildungsbörse neu mit dabei.

Manfred Grether, Vorsitzender der Freunde des Lise-Meitner-Gymnasiums, verwies auf die gemeinsamen Projekte beider Fördervereine unter dem Titel "Wege zum Beruf". Dieser Weg bestehe aus drei Etappen. Dazu gehören die Berufs- und Informationsabende sowie die Hochschul-Informationsabende, die jährlich im Schulzentrum veranstaltet werden, und als letzte Etappe schließlich die Ausbildungsbörse, die auch für die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums interessant sei. Wer beispielsweise an der Dualen Hochschule studieren möchte, müsse zuvor einen Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen abschließen.

Bürgermeister Jörg Lutz bezeichnete die Ausbildungsbörse im Schulzentrum als "Erfolgsmodell" mit mittlerweile über 50 mitwirkenden Firmen und Betrieben. Er dankte den beiden Fördervereinen und allen Mitwirkenden für ihr Engagement.

Realschuleiter Christoph Bigler hob in seiner Begrüßungsansprache ebenfalls die Bedeutung der Ausbildungsbörse hervor. Wie er informierte, fehlen bis zum Jahre 2020 laut Industrie- und Handelskammertag insgesamt 1,4 Millionen Fachkräfte. Jede vierte Ausbildung werde abgebrochen und jeder dritte Student bricht sein Erststudium ab. In diesem Zusammenhang betonte er, wie wichtig Berufs- und Studienorientierung seien. Mit der Ausbildungsbörse leiste man einen Beitrag dazu.

Die zahlreichen Besucher der Ausbildungsbörse nutzten die Gelegenheit, sich im persönlichen Gespräch mit Firmenvertreten und Auszubildenden über das umfangreiche, vielfältige Angebot an Ausbildungen zu informieren. Großes Interesse fanden auch die weiterführenden Schulen mit ihrem Informationsangebot. Zum ersten Mal mit dabei war unter anderem das Deutsche Rote Kreuz, vertreten durch Maximilian Schäfer und Melanie Flick vom DRK-Regionalbüro Lörrach. Sie informierten über den Bundesfreiwilligendienst (BFD) sowie das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ). "Viele wollten wissen, wo man den Freiwilligendienst machen kann und was man in den Seminaren macht, und viele wollten auch wissen, was FJS und BDF überhaupt ist", meinten sie.

Auch Tilo Kratz von Kilotherm war zum ersten Mal als Aussteller bei der Ausbildungsbörse vertreten. Er stellte den Beruf Anlagemechaniker für Sanitär-, Heizungs-, Klimatechnik mit Handlungsfeld Umwelttechnik vor.

Das Seniorenzentrum Emilienpark und das Seniorenheim Himmelspforte waren mit einem gemeinsamen Informationsstand vor Ort und stellten die Berufe Altenpflegehelfer und Altenpfleger vor. Brigitte Hanske (Emilienpark) betonte, wie wichtig es sei, dass man gute Nachwuchskräfte findet. Die Ausbildungsbörse im Schulzentrum hält Jutta van Dick (Himmelspforte) für durchaus vergleichbar mit der CULT-Bildungsmesse in Lörrach.