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13. März 2017 17:17 Uhr

Grenzach-Wyhlen

Dirigent aus Grenzach komponiert Anti-Gema-Marsch

Der Musikverein Grenzach bläst der Gema den Marsch: Weil der Verein jedes Ständchen melden muss und bei Versäumnis dicke Rechnungen kommen, hat Dirigent Heinz Benz einen vereinseigenen Marsch komponiert. Der Titel: Kostet nix

  1. Wie geht die Gema mit Musikvereinen um? Foto: Patrik Müller

  2. Am Freitag spielten die Musiker zum ersten Mal den Marsch Kostet nix Foto: Heinz u. Monika Vollmar

Die Gema (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) ist für viele Musikvereine ein rotes Tuch. Dies brachten auch die Mitglieder des Musikvereins Grenzach bei der Hauptversammlung am Freitagabend zum Ausdruck.



Wie Dirigent Heinz Benz berichtete, müssen die Musikvereine über den Blasmusikverband seit etwa zwei Jahren auch dann Gebühren an die Gema entrichten, wenn bei Hauptversammlungen musiziert wird. Das bedeutet auch, dass die Ständchen gemeldet werden müssen – wird das vergessen, kommt prompt die Rechnung.

Um dem zu entgehen, entschloss sich Heinz Benz kurzerhand einen eigenen Marsch zu komponieren, der fortan unter dem Titel "Kostet nix" im Repertoire des Musikvereins Grenzach zu finden ist. Dieser Marsch hatte bei der Hauptversammlung am Freitagabend Premiere und wurde mit tosendem Beifall bedacht.

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Einig waren sich alle Beteiligten darin, dass das Ansinnen der Gema mittlerweile ein Ausmaß angenommen hat, das von vielen als Witz bezeichnet wird. Vor allem dann, wenn es um das Spielen von einer oder zwei Kompositionen bei Hauptversammlungen geht – ohne Publikum. Benz empfiehlt sein Vorgehen auch anderen Musikvereinen, denen er bei der Komposition von vereinseigenen Märschen gern behilflich ist.
Info:

Der Musikverein Grenzach ist Mitglied im Alemannischen Musikverband. An diesen Verband entrichtet er eine Pauschale für die Gema. Jeder Verein ist verpflichtet, die Stücke zu melden, die er bei Konzerten, Geburtstagsständchen oder eben Hauptversammlungen spielt.

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Autor: Heinz Vollmar