"Ein Anreiz, um nach Draußen zu gehen"

Leony Stabla

Von Leony Stabla

Sa, 31. März 2018

Grenzach-Wyhlen

BZ-INTERVIEWChristel Campagna über die Awo-Ostereiersuche.

GRENZACH-WYHLEN. Dass der Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt (Awo) hilft, wo er nur kann, ist bekannt. In diesem Jahr haben sich die Vereinsmitglieder aber vorgenommen, auch dem Osterhasen tatkräftig zur Seite zu stehen und organisieren eine Eiersuche im Emilienpark. BZ-Mitarbeiterin Leony Stabla hat mit der Vorsitzenden Christel Campagna über die Idee hinter der Eiersuche gesprochen.

BZ: Was genau haben Sie sich für Ostersonntag einfallen lassen?

Campagna: Wir haben uns überlegt, dass Kinder ihre Osterkörbchen bis heute um 17 Uhr zu uns ins Quellenstüble bringen können, wir diese dann füllen und sie im Emilienpark verstecken. Morgen ab 15 Uhr können sie dann ihre Osternester suchen. Wichtig ist aber, dass die Kinder ihre Körbchen mit Namen versehen, damit es später nicht zu Verwechslungen kommt.

BZ: Wie sind Sie auf diese Idee gekommen?

Campagna: Den Park haben wir vom Café aus ja immer vor der Nase und wir finden, dass er gerade am Anfang des Jahres sehr wenig genutzt wird; besonders, wenn es schöne Tage gibt, an denen Kinder schon raus könnten. Deshalb haben wir uns gefragt, was einen Anreiz bieten könnte.

BZ: Und die Ostereiersuche ist so ein Anreiz?

Campagna: Ich hoffe es. Seit das Ostereierrennen vor ein paar Jahren eingestellt wurde, gibt es keine Angebote für Ostern mehr. Außerdem scheint es so, als würde der Brauch, Ostereier zu verstecken, nicht mehr oft praktiziert.

BZ: Und woran liegt das Ihrer Meinung nach?

Campagna: Einige scheinen den Brauch gar nicht zu kennen und andere haben einfach nicht die Möglichkeit. Nicht jeder hat einen Garten und viele scheuen davor zurück, öffentliche Orte für so etwas zu nutzen.

BZ: Was denken Sie, ist das Besondere an diesem Angebot?

Campagna: Die Awo versucht immer, für alle etwas anzubieten, vom Kleinkind bis zu Senioren. Dieses Angebot ist etwas für die ganze Familie. Großeltern, Eltern und Kinder können gemeinsam in den Emilienpark kommen, im Quellenstüble können sie etwas zu sich nehmen, das Kind kann sein Osternest suchen und danach auch noch auf dem angrenzenden Spielplatz spielen.

BZ: Wird die Eiersuche wiederholt?

Campagna: Das kommt ganz darauf an, wie es angenommen wird. Wenn es den Familien, im Besonderen natürlich den Kindern, gefällt und wir einige damit in den Park locken, dann könnte das sicher ein konstantes Osterangebot werden.

Zur Person: Christel Campagna (54), ist seit 2012 Vorsitzende des AWO Ortsvereins Grenzach-Wyhlen. Sie ist gebürtig aus Wyhlen und arbeitet im Öffentlichen Dienst.