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14. September 2011

Freundschaft in neuer Dimension

BZ-INTERVIEW mit Kurt Paulus, dem Organisator des Musée Sentimental de Grenzach-Wyhlen, über den Endspurt der Vorbereitung.

  1. Kurt Paulus Foto: R. Dorweiler

  2. Im Zehnthaus warten 200 Exponate auf die Eröffnung. Foto: Privat

GRENZACH-WYHLEN. Nachdem am vergangenen Wochenende das Musée Sentimental in Birsfelden eröffnet wurde, steht die deutsche Schwesterveranstaltung in den Startlöchern. Diesen Samstag, 17. September, ist es so weit. Nach zwei Jahren Vorbereitung findet um 17 Uhr die offizielle Eröffnung im Zehnthaus statt. Ralf H. Dorweiler sprach mit dem Ausstellungsorganisator, Kurt Paulus, über Arbeiten, die in letzter Minute noch zu erledigen sind.

BZ: Herr Paulus, können Sie schon entspannt den Samstag abwarten?

Kurt Paulus: Noch nicht. Die Arbeiten, die größeren Einsatz erfordern, sind erledigt. Jetzt kommt noch das Finishing auf uns zu. Wir werden nochmal schauen, ob die Ausstellungsstücke in den Vitrinen schön ausliegen, der Ausstellungskatalog ist noch fertigzustellen. Wir haben so viele kleine Sachen bekommen, die wir nicht in die Erklärungen der Wandzeitung aufnehmen konnten. Der Katalog bietet uns die Möglichkeit, Informationen über eine Nummer mit den Ausstellungsstücken zu verbinden; auch den Leuten mitzuteilen, wer das jeweilige Exponat für das Musée Sentimental zur Verfügung gestellt hat.

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BZ: Wie viele Ausstellungsstücke sind es denn nun letzten Endes geworden?

Paulus: Es sind mittlerweile ungefähr 200 Exponate. Ich habe das Gefühl, dass einige Leute sich jetzt gerade Gedanken darüber machen, was sie denn noch zum Musée Sentimental beitragen könnten. Aber dafür ist es nun definitiv zu spät. Wir nehmen ab sofort keine Gegenstände mehr entgegen. Am Montag habe ich das letzte Exponat angenommen.

BZ: Sie arbeiten jetzt seit Anfang des Jahres am Musée Sentimental. Freut man sich da noch persönlich auf den Start?

Paulus: Ich glaube, es ist eine gelungene Ausstellung geworden. Wenn man so lange mit den Exponaten verbracht hat, kann man selbst nicht mehr richtig einschätzen, ob alles für die Besucher interessant sein wird. Aber ich sehe das an den Reaktionen von Menschen, die hereinkommen, etwa die Handwerker. Am Wochenende war Bürgermeister Lutz mit seiner Familie da, die sich begeistert geäußert haben. Das Organisationsteam hat heute Mittag beschlossen, dass alles so gut ist. Wobei es doch noch kleine Änderungen geben kann. Morgen inspiziere ich noch einmal mit meiner Frau die Vitrinen. Die hat für so etwas einen Blick.

BZ: Das Musée Sentimental findet ja zusammen mit dem von Birsfelden statt. Wie läuft die Zusammenarbeit?

Paulus: Unglaublich gut. Wir hatten ja den Nachteil, das Zehnthaus erst relativ spät komplett für das Musée zu bekommen. In der vergangenen Woche sind nun sechs Kollegen aus Birsfelden zu uns gestoßen und haben beim Aufbau geholfen, alles Arbeiten, die mächtig Zeit kosten. Schon bei der Eröffnung in Birsfelden konnte man feststellen, dass in der Zusammenarbeit und Freundschaft zwischen beiden Gemeinden etwas passiert, was meiner Meinung nach in seiner Dimension über das Musée hinausgeht. Wir freuen uns darum neben vielen Besuchern aus Grenzach-Wyhlen auch auf die Besuche unserer Schweizer Freunde.

BZ: Kann man die beiden Ausstellungen vergleichen?

Paulus: Überhaupt nicht. Das war für uns alle überraschend. Mir hat die Ausstellung in Birsfelden sehr gefallen, aber sie hat einen anderen Charakter, als unsere im Zehnthaus. Beide Seiten haben sehr viel Liebe hineingesteckt, was die Besucher mitbekommen werden. Bedanken möchte ich mich noch beim Team und beim Verein für Heimatgeschichte, auf dessen Publikationen viele unserer historisch orientierten Wandzeitungen fußen.

Autor: dor