Nicht nur im Sportunterricht aktiv

Yannick Stay

Von Yannick Stay

Fr, 22. April 2016

Grenzach-Wyhlen

Schüler am Lise-Meitner-Gymnasium betreiben in ihrer Freizeit auch ungewöhnliche Sportarten.

GRENZACH-WYHLEN. Es gibt viele Sportarten, die Schüler am Lise-Meitner-Gymnasium auch neben dem Sportunterricht in der Schule betreiben. Diese sind teils sehr beliebt wie Fußball oder Handball, können aber auch eher unbekannt sein und werden nicht so häufig von Jugendlichen betrieben.

"Der Sportunterricht am Lise-Meitner-Gymnasium ist sehr breit gefächert und enthält viele verschiedene Sportarten", erklärt LMG-Sportlehrer Folke Kaben auf die Frage, welche Sportarten im Schulsport unterrichtet werden. Das sind zunächst Ballsportarten wie zum Beispiel Basketball, Handball und Volleyball. Außerdem wird Leichtathletik, Turnen, Schwimmen und Tanz unterrichtet. In zwei dieser Sportarten werden auch später Prüflinge beim Abitur geprüft. Festgelegt werden die Sportarten, wie Kaben erläutert, vom Kultusministerium Baden-Württemberg, welches den Bildungsplan stellt. Die Fachschaft der Schule gibt dann einen "groben Plan" für die Lehrer vor, die daraufhin in Zusammenhang mit der Halle oder dem Sportplatz, an dem sie gerade laut Stundenplan unterrichten, entscheiden können, wann sie welche Sportart mit den Schülern ausführen.

"Auch mal richtige

Bodychecks geben"

Luca Schöttler
Zusätzlich bietet die Schule auch verschiedene Arbeitsgemeinschaften an, die einfach nur AGs genannt werden. Zum Beispiel gibt es eine Basketball-, Volleyball- und Fußball-AG, in der interessierte Schüler einmal pro Woche in der Mittagspause einfach zum Spaß mit Freunden in der Sporthalle von Lehrern beaufsichtigt spielen können. Darüber hinaus findet auch jedes Jahr im Sommer der "Swim&Run"-Wettbewerb statt. Dabei sollen die Schüler eine ihrem Alter entsprechende Distanz schwimmen und dann direkt darauffolgend laufen. An diesem Wettbewerb nehmen nicht nur Klassen des Lise-Meitner-Gymnasiums teil, sondern auch viele Klassen anderer Schulen aus der Umgebung.

Es gibt aber auch anderen Sport, den Schüler außerhalb der Schule ausüben. Dieser kann je nach Vorliebe der Sportler ziemlich unkonventionell sein. So spielt zum Beispiel Luca Schöttler aus der 10b seit etwa vier Jahren in seiner Freizeit Eishockey. "Ich habe Fußball gespielt, und da ich ein bisschen größer und kräftiger gebaut bin, hat es mich aufgeregt, dass man nur so ein bisschen den Körper reinstellen darf", erzählt er darüber, wie er auf den Sport gekommen ist. Darüber hinaus läuft er gerne Schlittschuh und hat sich auch oft Übertragungen von Eishockeyspielen im Fernsehen angesehen. Ihm gefällt an dem Sport besonders die Kombination aus Schlittschuhlaufen und der Führung des Eishockeyschlägers sowie die Körperlichkeit, die es beim Eishockey gibt, bei der man "halt auch mal richtige Bodychecks geben kann".

Auch Niklas Schuster aus der zehnten Klasse betreibt eine eher seltener vorkommende Sportart. Seit seinem fünften Lebensjahr betreibt er im Verein in Grenzach-Wyhlen Judo. In dieser Zeit hat er schon an mehreren verschiedenen Meisterschaften teilgenommen, wie zum Beispiel an der Südbadischen Einzelmeisterschaft, welche er schon gewinnen konnte, sowie an der offenen Baden-Württembergischen Meisterschaft, bei welcher er einmal den dritten Platz belegen konnte. "Es ist eine Kampfsportart, ohne den anderen zu schlagen oder große Schmerzen hinzuzufügen", antwortet er auf die Frage, was ihm an Judo besonders gefällt und was Judo von anderen Sportarten unterscheidet. Außerdem lerne man Disziplin und Respekt sowie die Fähigkeit, sich selbst zu verteidigen. Ein weiterer Pluspunkt für Judo ist für Niklas Schuster, dass man den ganzen Körper zum Kämpfen verwendet und nicht nur die Beine, wie beim Fußball, oder nur die Hände, wie beim Basket- oder Handball. "Meine Eltern haben mich angemeldet, als ich fünf war, und seither bin ich dabei", erklärt er, wie er zum Judo kam.

Der Sportlehrer Folke Kaben kennt noch eine ganze Menge weiterer Schüler, die noch andere ungewöhnliche Sportarten ausüben. Spontan fallen ihm hierbei Sportarten ein wie etwa Kickboxen, Parcours, Biathlon oder auch Golf.

Yannick Stay hat ein Praktikum bei der BZ-Redaktion in Rheinfelden als Berufsorientierung am Gymnasium (Bogy) absolviert. Er ist 16 Jahre alt und besucht die zehnte Klasse des Lise-Meitner-Gymnasiums. Er spielt in seiner Freizeit Tennis und treibt sonst auch Sport, etwa macht er gerne Touren mit dem Rennrad. Außerdem ist er Mitglied im Sportschützenverein Herten und schießt dort mit dem Luftgewehr. Mit seiner Familie wohnt er in Herten.