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15. September 2012

Martin Graff wundert sich über die freizügigen Kalifornier

GRENZGÄNGER: Gedichte und nackte Tatsachen

  1. Nackt in San Francisco. Na und? Foto: Martin Graff

Comme chaque année verbringen wir den Herbst en Californie: "Le climat convient meinen alten Knochen", kokettiert Oma Caroline. Sie ist gerade mit Ferlinghetti in einem verosteten Plymouth the Lombard Street hinunter gerast, la rue en lacets mythique de San Francisco.

Lawrence Felinghetti ist der Gründer de la fameuse City Lights Book Buchhandlung, Columbus Avenue. Il a également publié des textes de Jack Kerouac et de Allen Ginsberg. Mit Ruth Weiss ist er einer der letzten survivants de la beat generation. Nous avons passé le dernier week-end bei ihr zu Hause in Albion, along the Highway One, à quatre heures au nord de San Francisco, près de Mendocino. Lundi haben wir Ruth zum Flughafen gefahren. Sie ist Gast bei den internationalen Tiroler Literaturtage, du 15 au 16 septembre, à Hall près d’Innsbrück. "Sprachsalz", nennt sich das Literaturfestival, qui fête son 10 ème anniversaire. Herta Müller sera présente. Auch Martin Walser mit seinem neuen Werk : " Das 13 . Kapitel ".

Pierre, das Patenkind von Oma Caroline, bekommt seinen Doktorhut in Berkeley. Der junge Elsässer, der die école polytechnique in Paris absolviert hat, a terminé seine Doktorarbeit in Kalifornien. Ma grand-mère connaît le titre de sa thèse de doctorat auswendig : "Corrosion performances of low-carbon and stainless steels in concretes presenting high alkaline contents."

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Ferlinghetti lacht laut und kommentiert auf Französisch: "Transforme la thèse de ton filleul en poème pour que je comprenne!". Ruth répond en allemand: "Unsere Augen treffen sich, Perlen aus Tränen, wir wissen beide den nächsten Schritt". Ferlinghetti schließt die Augen et s’endort sur sa chaise. Wir sitzen im Café Divine, Washington Square. Oma se lève et récite le poème de sa copine Ruth en anglais: "Our eyes meet. Beads of tears.We both know the next step." Applaus im Café Divine.

Pierre habite à Castro, le quartier des homosexuels de San Francisco. "Aber er ist nicht homo", sagt Oma. "Il est amoureux de Mariana, Mathematikprofessorin in Zagreb. Ein echter Elsässer, Grenzgänger bis zum geht nicht mehr", explique ma grand-mère à Leah Garchik, Kolumnistin beim "San Francisco Chronicle".

Castro, am Ende der Market Street, hat noch eine Besonderheit. Certains habitants se promènent nus dans la rue, ohne dass die Sittenpolizei sich meldet. "Wo ist sowas möglich ? Certainement pas à Paris ou à Berlin", kommentiert begeistert Oma Caroline, als wir durch das Viertel spazieren, croisant ci et là des hommes splitternackt.

Amerika bleibt le pays des contrastes, la Heimat des puritains et la patrie des inventeurs, wobei das eine das andere nicht ausschließt. Kein einziges Land ist avec un seul mot zu beschreiben. Ni la France, ni l’Allemagne, schon gar nicht die USA. À plus.

Autor: mg