Grundschüler schnuppern in die Arbeitswelt

Christa Maier

Von Christa Maier

Mi, 27. Mai 2015

Löffingen

In einem Pilotprojekt geht die Grundschule Bachheim/Unadingen eine Bildungspartnerschaft mit der Firma Frei Lacke ein.

LÖFFINGEN-UNADINGEN. Ein Pilotprojekt der Firma Frei Lacke aus Döggingen sichert der Grundschule Bachheim/Unadingen die lang gesuchte Bildungspartnerschaft. "Diese krönt die Beteiligung der Schule am Technolino-Projekt und die Zertifizierung als technikorientierte Schule", freut sich Rektorin Susanne Marx über die Kooperation, die den spielerischen Umgang mit Naturwissenschaft und Technik weiter fördert.

Denn der Wissensdurst und die Neugier der Schüler sind groß, wie der Technische Ausbildungsleiter der Frei Lacke, Gerhard Bäumler, schon beim vorausgegangenen Firmenbesuch feststellte. Zusammen mit Ausbildungsreferentin Martina Bausch und fünf Auszubildenden gab Bäumler den 28 Dritt- und Viertklässlern einen Einblick in die Arbeitswelt, die Schüler erprobten technische und naturwissenschaftliche Phänomene hautnah. Im konkreten Fall drehte sich alles um die Farben, deren Zusammensetzung, Herstellung und Anwendung. Dabei durften die kleinen Forscher aus Pigmenten und Füllstoff in Form von Eiern Farben im Mörser anreiben. Dass sich die bisher verwendeten Wasserfarben nicht nur in Bezug auf das Mischungsergebnis, sondern auch hinsichtlich der Nachhaltigkeit doch stark von den Acrylfarben unterscheiden, war eine Erfahrung, die die experimentierfreudigen Schüler machten.

Auch die Firma Frei mit ihren 435 Mitarbeitern bewegt sich mit der Bildungspartnerschaft mit einer Grundschule auf neuem Terrain. "Wir mussten uns erst einmal überlegen, wie wir das Thema Farben kindgerecht rüberbringen", sagt Bäumle, der viel Vorarbeit in das Pilotprojekt steckte. Die Sicherheit beim Umgang mit Acrylfarben spielte dabei eine große Rolle.

Gleich fünf Azubis nahmen sich der einzelnen Gruppen an, die mit großem Eifer solange zwei Farben ihrer Wahl mischten, bis ihnen das Ergebnis gefiel. Neben dem Ausmalen des Frei-Maskottchens Emil durften die Schülerinnen und Schüler auch Holzwürfel künstlerisch gestalten, die jetzt mehrere Mobile in den Klassenzimmern zieren.

Mit Interesse, Begeisterung und Mut beteiligten sich die kleinen Forscher an den praxisnahen Experimenten, die nach Aussage von Martina Bausch später auch auf die Klassen eins und zwei ausgeweitet werden. Das hörten Rektorin Susanne Marx und die Klassenlehrerinnen sehr gerne.