Ausstellung

Gundelfinger Schulzentrum engagiert sich für Burundi

Gabriele Fässler

Von Gabriele Fässler

Fr, 16. Februar 2018

Gundelfingen

Welches Land ist Partnerland von Baden-Württemberg? Es ist Burundi. 2014 wurde die seit Jahrzehnten bestehende Partnerschaft offiziell besiegelt. Seit diesem Schuljahr engagiert sich der Arbeitskreis (AK) Eine Welt am Gundelfinger Albert-Schweitzer-Schulzentrum für bessere Bildungschancen in Burundi. Mit der Foto-Wanderausstellung „Amahoro-Burundi“ möchte der AK das ostafrikanische Land vorstellen.

GUNDELFINGEN. Welches Land ist Partnerland von Baden-Württemberg? Es ist Burundi. 2014 wurde die seit Jahrzehnten bestehende Partnerschaft offiziell besiegelt. Seit diesem Schuljahr engagiert sich der Arbeitskreis (AK) Eine Welt am Gundelfinger Albert-Schweitzer-Schulzentrum für bessere Bildungschancen in Burundi. Mit der Foto-Wanderausstellung "Amahoro-Burundi" möchte der AK das ostafrikanische Land vorstellen.

Amahoro ist ein Friedensgruß in Burundi, einem Land, das an den Folgen eines Jahrzehnte dauernden Bürgerkriegs zwischen den Volksgruppen der Hutu und Tutsi mit hunderttausenden Toten und Flüchtlingen leidet. Burundi ist eines der ärmsten Länder der Welt. Ohne Hilfe von außen ist ein Wiederaufbau unmöglich.

Nachdem sich der AK viele Jahre in Südamerika engagiert und seine Projekte in Bolivien im vergangenen Jahr erfolgreich abgeschlossen hat, setzt er sich seit diesem Schuljahr für Burundi ein. "Das Land ist sehr unbekannt. Es hat es verdient, dass man es besser kennenlernt", sagt Elisabeth Walk, die für den Arbeitskreis verantwortliche Lehrerin am Albert-Schweitzer-Gymnasium. Hierzu soll die Ausstellung beitragen, indem sie Einblicke in Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und Natur des Landes gewährt. Erstellt wurde sie von der Stiftung Entwicklungszusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ). Gleichzeitig bereitet die Ausstellung Amahoro Burundi Schülerinnen und Schüler auf den Frühjahrsbasar am 16. März vor. Der steht unter der Überschrift "Unterwegs nach Afrika".

Für bessere Bildungschancen

Dessen Erlös kommt dem Verein Project Human Aid (PHA) zugute, mit dem der AK neuerdings kooperiert und der seit dem Jahr 2002 in Burundi aktiv ist. Elisabeth Walk, die schon zwei Mal das Land besuchte, konnte sich vor Ort ein Bild von der Arbeit des Vereins machen. So werden die Gundelfinger PHA insbesondere dabei helfen, die Bildungschancen und damit die Zukunftschancen von jungen Menschen in Burundi zu verbessern. Konkret bedeutet dies, dass sie die Erweiterung des Oberstufen-Internates in Kivoga finanziell unterstützen. Dort leben momentan 80 Schülerinnen und Schüler und bereiten sich auf ihren Schulabschluss vor, der in etwa dem deutschen Abitur entspricht. Ohne das Internat wären die Jugendlichen dieser Herausforderung kaum gewachsen. Die Hütten ihrer Familien liegen oft weit entfernt von der Schule – zeitaufwändige und Kraft zehrende Fußmärsche von zehn Kilometern und mehr sind keine Seltenheit. Zu Hause müssen die Jugendlichen bei der Feldarbeit helfen, Vieh hüten oder sich um jüngere Geschwister kümmern, sodass kaum Zeit zum Lernen bleibt. Am Abend fehlt dazu elektrisches Licht, da es in den Behausungen in der Regel keinen Strom gibt. "Es ist so krass unterschiedlich zu hier", sagt Lou Fischer vom AK, und ihre Mitschülerin Friederike Kaltenbach ergänzt: "Was für uns so selbstverständlich ist, ist es dort überhaupt nicht."

Die Ausstellung wird am Montag, 19. Februar, 12.15 Uhr, in der sechsten Schulstunde in Raum 192 im Neubau des Albert-Schweitzer-Schulzentrums eröffnet und dauert bis 2. März. Für die Öffentlichkeit zugänglich ist sie beim Elternsprechtag am 23. Februar, 16 bis 19 Uhr, sowie am Tag der offenen Tür am 2. März, 17 bis 19 Uhr; Infos: http://www.project-human-aid.de.