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21. Oktober 2011

Kunstwerke reihen sich dicht an dicht

Gundelfinger Kunstverein präsentiert eine breite Palette von Malerei über Fotografie bis zu Steinmetzarbeiten örtlicher Künstler.

  1. Bei der Mitgliederausstellung präsentierte die Vorsitzende Ulrike Bach den neuen Kunstkalender 2012. Im Hintergrund das Bild "Rosen und Clematis" von Ulrike Fritsch. Foto: Andrea Steinhart

GUNDELFINGEN. Der Gundelfinger Kunstverein zeigt alljährlich einmal das Beste, was er hat: die Kunst seiner Mitglieder. Bilder, Fotografien und plastische Arbeiten von 25 Kunstschaffenden sind bis 16. November im Gundelfinger Rathausfoyer zu sehen. Als Beigabe präsentierten die Mitglieder bei der Ausstellungseröffnung den neuen Kunstkalender 2012.

Über Geschmack lässt sich nicht streiten. Denn jeder Mensch hat seine ganz persönliche Vorstellung von dem, was zeitgemäß und kunstvoll ist. Auch bei den Mitgliedern des Kunstvereins Gundelfingen ist das so: Die einen lieben es, ihre Gemälde mit Strukturen und Wölbungen zu erweitern, die anderen bevorzugen klassische Porträts von Kindern oder Abbilder von Menschen und Tiere. Aber auch wunderschöne luftigen Blumenbilder und Landschaftsansichten werden von den Mitgliedern ins Bild gesetzt. "Daraus eine einheitliche Ausstellung unter einem Dach zusammenzubringen ist natürlich schwierig – aber wir haben es auch dieses Jahr geschafft", sagte Kunstvereinsvorsitzende Ulrike Bach bei der gut besuchten Vernissage am Mittwochabend im Rathausfoyer.

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In der Ausstellung kann der Betrachter abstrakte Bilder von Nora Schütz Minorovics ansehen oder über die "Gabeln und Paletten" von Hans-Peter Friedrich diskutieren. Ruth Caspar zeigt dieses Mal ein "Bäuerliches Paar" und Stefan Bohls "Leuchtendes Feld" bringt Licht und Farbglanz ins Rathaus. Elke Brutzer nannte ihr Bild "Stufen", ein Gemälde mit bemerkenswerter Tiefe. "Goldenes Flies" nennt der Wissenschaftler und Künstler Roderich Brandsch eines seiner gezeigten Werke, das runde Kreise darstellt und Ingeborg Kaschig schaffte das Bild "New York", nachdem sie sechs Wochen in der Weltstadt verbrachte. Heidelore Hartmanns Toskana-Ansichten wecken die Sehnsucht nach Urlaub. Abstrakte Malerei offenbaren Brigitte Goecke, aber auch Erika Morell: 2004 entstanden ihre "Mauerbilder". Heiße Sonne, Kamele und Wüstensand bannte Dieter Dörle auf die Leinwand und Hans-Werner Drawin liebt "Quarktorte", die er auf seinem Gemälde verewigte. Franz Quitter zeichnete ein Biotop, Gisela Findel-Tölke Löwenzahn und Wilma Bühler Eulen und Adler.

Klassische Kinderporträts

Erika Gothe van der Zwaag klassische Porträts von Kindergesichtern sind mittlerweile legendär. Interessante Textilkunst präsentiert Isabelle Wiessler und Gunhild Sander die Collage "Schamane". Die Kuppel des Reichstags als bearbeitete Fotokunst erschuf Martina Sailer; Kirchentürme im Nebel kommen dagegen von Anneliese Huber. Die "Lia Krüge in Vezelay" brachte Ulrike Bach auf Papier; auf "Holz" und "Austern" verweist Bettina Ruge in ihren Werken. Ein wahres Blumenmeer brachte Ulrike Fritsch mit ihrem "Rosenbouquet" zur Ausstellung. Erstmals bei der Mitgliederausstellung dabei ist Christina M. Lotz mit Skulpturen aus Alabaster und Steatit.

"Es ist unglaublich, wie kreativ die Mitglieder des Kunstvereins sind", lobte Bürgermeister Reinhard Bentler. Der Kunstverein hat zudem eine starke Außenwirkung auch über die Grenzen Gundelfingens hinaus – und darauf könne der Verein stolz sein. "Ich bin es jedenfalls", sagte Bentler. Fast alle Bilder stehen übrigens zum Verkauf, die Preise liegen zwischen 70 Euro und 1800 Euro. Für die musikalische Begleitung der Vernissage sorgten Liselotte Reaves (Cello) und Margrit Molt-Symalla (Piano).

Hinweis: Die Ausstellung im Gundelfinger Rathausfoyer kann montags bis donnerstags von 8 Uhr bis 18 Uhr besichtigt werden, freitags bis 16 Uhr. Der neue Kunstkalender für 2012 mit 24 Blättern, Gemälde der Mitglieder, kann für 19,90 Euro in der Buchhandlung Brand gekauft werden.

Autor: Andrea Steinhart