So kommt Farbe ins Rathaus

Andrea Steinhart

Von Andrea Steinhart

Fr, 26. Oktober 2018

Gundelfingen

Fotografien, Malerei und Stoffkunst: Mitglieder des Gundelfinger Kunstvereins zeigen bis 28. November einige ihrer Werke .

GUNDELFINGEN. Ein weiteres Mal ist Kunst zu Gast im Foyer des Gundelfinger Rathauses. 25 Künstler zeigen hier ihre Werke in Öl-, Acryl- und Aquarellmalerei. Auch Fotografien und textile Kunst sind bis zum 28. November im Rathausfoyer zu sehen.

Kein Jahresende in Gundelfingen ohne Jahresausstellung im Rathaus: "Wir sind eine lebendige Gemeinde, weil es den Kunstverein gibt, und Sie haben Farbe ins Rathaus gebracht", sagte Bürgermeister Raphael Walz am Mittwochabend bei der Eröffnung der Jahresausstellung, zu der zahlreiche Interessierte gekommen waren. "Kunst wird bei uns großgeschrieben." Nach verschiedenen Ausstellungen präsentieren die Mitglieder des Kulturvereins, die in den unterschiedlichsten künstlerischen Genres zu Hause sind, eigene, ausgewählte Arbeiten.

Die Arbeiten zeigen gegenständliche und teils abstrakte Motive, mal Stillleben, mal Wolken. Auffallend, trotz der extrem großen Variationsbreite der Themen und Techniken, ist der positive Charakter der Ausstellung. Vorherrschend ist ein Eindruck von Buntheit, spielerischer Fantasie und Humor. Es macht den Besuch im Rathausfoyer zu einem spannenden und erfreulichen Erlebnis. Hans-Peter Friedrichs überdimensionales Werk "2050" deutet den Untergang von Worpswede an, wenn der Klimawandel anhält. Angela Bettinger, Uwe Nedela und Albert Rummler zeigen Fotos. Ein Stillleben, das schon das Plakat ziert, stammt von Erika Gothe-van der Zwaag. Ingeborg Pether malt gerne Tiere. Simone Valenzuela "Earth Laughs in Flowers" bringt als gigantischer Stimmungsaufheller die bunte Blumenwiese ins Foyer. Amir Fakhir aus Syrien zeigt Damaskus vor 500 Jahren.

Wilfried Klausmann stellt ein zartes Seerosenbild aus. Ingeborg Kaschig nimmt den Betrachter mit auf einen Spaziergang nach Breisach, Heidelore Hartmanns bildliche Wanderung führt nach Endingen. Franz Quitter stellt die Musik in den Mittelpunkt seiner Bilder. Ingrid Mez malt wunderbare Malven, Roderich Brandsch einen ganzen "Blütenfall". Ein idyllischer Augenblick am Strand ist auf dem Bild von Kornelia Holocher zu sehen. Grell schießt die Sonne bei Stefan Bohls "Horizontbild" aus dem Meer und füllt das gesamte Bild aus. Das Lieblingsthema von Bettina Ruge sind Steine – zwei Aquarellbilder zeugen davon. Ein "Feuerwerk" zeigt Rita Bausch und Gisela Findel-Tölke eine "Lachende Frau im All". Unter all diesen sehenswerten Werken zieht ein Textilbild mit dem Titel "Surface 3" die Blicke auf sich. Isabelle Wiessler aus Gundelfingen hat es erschaffen. Andere Werke stellt sie derzeit bei Wettbewerben in Heidelberg und in Amerika aus. Traumhaft schön ist der Sonnenuntergang von Nora Miorovics-Schütz, leuchtend die Farben des Himmels von Birgit Huber-Wanner. Das Herbstbild von Uta Weiß passt sehr gut zur Jahreszeit, das "Stillleben mit schwarzem Krug" ist von Brigitte Fischer. Franziska Reisen-Veith zeigt das Werk "Feuer du Gras".

"Jedes Bild ist wertzuschätzen – jedes hat seine eigene Geschichte", sagte Kunstvereinsvorsitzende Ulrike Bach. In jedem Werk steckten die Gedanken des Künstlers, sei sein Inneres dargestellt. Musikalisch untermalt wurde die Vernissage von Ulrich Leszke am Klavier.

Die Ausstellung ist bis 28. November im Gundelfinger Rathausfoyer von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr zu sehen.