Zwei Wochen eingetaucht in eine Fantasiewelt im Wald

Claudia Bachmann-Goronzy

Von Claudia Bachmann-Goronzy

Di, 12. September 2017

Gundelfingen

Seit 20 Jahren nutzen Kinder das Ferienangebot des Tageselternvereins Gundelfingen mit Begeisterung – so war es auch dieses Mal.

GUNDELFINGEN. In den letzten zwei Ferienwochen tauchten Gundelfinger Ferienkinder in die Welt von Narnia, eine von unendlich vielen Welten, die parallel in einem Multiversum existieren. Sozialpädagogin Ursa Weiß bereitete den Kindern, zusammen mit weiteren fünf Betreuern, zwei fantasievolle und spannende Wochen im Wald. Seit 20 Jahren wird die Wald-Ferienbetreuung in Gundelfingen vom Tageselternverein "Orte für Kinder" angeboten und die Begeisterung der Kinder ist ungebrochen. Genauso ungebrochen ist der Spaß an diesem Projekt bei Ursa Weiß, die seit 15 Jahren die Ferienbetreuung leitet.

Das Grundangebot ist jedes Jahr dasselbe, was sich ändert, ist das Thema. Denn damit möchte Ursa Weiß die Kinder in Fantasiewelten entführen und das scheint ihr gut zu gelingen. Unterstützung erhält sie dabei von fünf Betreuern, die meisten von ihnen war früher selbst in der Ferienbetreuung als Kinder dabei. Die Begeisterung dafür lässt sie oft als Betreuer zurückkehren. "Ich warne die jungen Leute immer", sagt Ursa Weiß, "denn aus Sicht als Betreuer sieht das alles ganz anders aus". Eine der Betreuerinnen bestätigte dies, nichtsdestotrotz hatte sie in den zwei Wochen großen Spaß mit den Kindern.

Angeboten wird die Ferienbetreuung nur für die beiden letzten Ferienwochen im Sommer sowie in den Herbst- und Osterferien. Anmelden können sich Kinder von sechs bis zwölf Jahren. 28 Kinder waren in der ersten Woche dabei, in der zweiten Woche war das Angebot mit 40 Kindern voll ausgebucht. Die Hälfte der Kinder war beide Wochen dabei. Am ersten Tag wurde der Lagerplatz im Wald mit vier Hütten aufgebaut. Während die Jungs eher Naturmaterialien zum Bau bevorzugten, bauten die Mädchen mit großen Tüchern ihre Hütte für die zwei Ferienwochen. Bei den Jungs gab es sogar ein Sofa, aus Lehm. Jeden Morgen trafen sich Kinder und Betreuer beim Vereinshaus der Gundelfinger Turnerschaft, das genutzt werden konnte, wenn das Wetter mal ganz übel mitspielte. Dann wanderten sie zusammen etwa eine viertel Stunde in den Wald zum Lager. Dort gab es täglich ein anderes Programm. Es wurde gebastelt, aus frisch gesammelten Kräutern wurde ein Lebenselexir hergestellt.

Der Donnerstag ist traditionsgemäß als Wettkampftag ausgeschrieben. Die Kinder wurden in vier gleich starke Gruppen eingeteilt. Dann wurden die Wettkampfstationen aufgebaut. Betreuer Julian Kalmbach etwa hatte einen Schwertkampf vorbereitet, Betreuerin Nathalie Kansy ein Spinnennetz geknüpft, durch das Kinder schlüpfen mussten. Tim Lickert hatte sich Rätsel ausgedacht, Birk Arnold baute mit den Kindern Steinschleudern und Ursa Weiß hatte eine Wurfstation aufgebaut.

Ganz besonders spannend fanden die Kinder die Schatzsuche am Ende der Woche. Täglich gab es zum Abschluss eine kleine Geschichte aus Narnia, bevor die Kinder gegen 14 Uhr nach Hause abgeholt wurden. Zum Abschluss der Ferienbetreuung gab es ein Picknick. Die meisten Kinder freuen sich bereits auf die nächsten Ferien, dann wollen sie wieder in den Wald zur Ferienbetreuung des Tageselternvereins.