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22. Oktober 2011

Ist das hier was für mich?

Eine Wohnungsbesichtigung ist aufschlussreich.

  1. Die Dekoration des Fensters kann einiges über die künftigen Nachbarn aussagen. Foto: photocase.de/Jock+Scott

Manchmal gibt es starke Argumente für die Wahl einer Mietwohnung, so dass mancher bei der Besichtigung nicht richtig hinschaut. Dabei sollte klar sein, dass eine Wohnungsbesichtigung viel über das künftige Heim aussagt.

Wenn Vermieter oder Makler nur einen Termin am Sonntag anbieten, ist Vorsicht angebracht. Sonntags geht es fast überall ruhig zu. Ob eine Wohnung hellhörig ist, lässt sich dann kaum feststellen. Besser wäre ein Tag während der Woche, am besten nachmittags. Dann sind die Kinder von der Schule zurück, Fahrstühle rumpeln durch die Etagen, Fernseher und Waschmaschinen laufen, die ersten Berufstätigen haben Feierabend und kurven Parkplatz suchend in der Gegend herum.

Die Fassade, der Vorgarten und der Hausflur sind das, was der Mieter täglich sieht. Vor allem der Hausflur lässt Rückschlüsse darauf zu, welche Hausgemeinschaft den Mieter erwartet. Dreck und Unordnung deuten auf rücksichtlose Nachbarn hin, zentimetergenau ausgerichtete Minikakteen könnten ein Indiz für penible Menschen sein.

Natürliches Licht ist wesentlich für die Atmosphäre eines Objektes. Es lässt Räume größer erscheinen und erhöht das Wohlbefinden. Jalousien und Vorhänge der Wohnung sollten weit geöffnet sein, um zu sehen, wie viel natürliches Licht hereinfällt. Wenn der Vermieter in allen Zimmer Lampen eingeschaltet hat, kann das gut gemeint sein – es kann aber auch ein falscher Eindruck von der Wohnungsgröße entstehen.

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Heizkosten sind ein entscheidender Posten bei den Nebenkosten. Der Laie wird zwar kaum die Dämmung eines Hauses beurteilen können, wohl aber den Zustand der Fenster. Sind sie alt, entweicht mehr Wärme. Heizkörper sollten so angebracht sein, dass sie bei üblicher Möblierung immer noch frei stehen, also ungehindert die Wärme abstrahlen können. Fragen Sie nach dem Energieausweis!

Jeder hat eine andere Auffassung darüber, was eine ideale Wohnungsaufteilung ist. Der eine findet ein riesiges Wohnzimmer wichtig, der andere ist froh über mehrere kleine Zimmer für die Kinder. Ob die Schrankwand überhaupt rein passt, sollte ausgemessen werden. In jedem Fall sollte geklärt sein, wo und wie Waschmaschine, Spülmaschine und vielleicht auch der Trockner angeschlossen werden können.


Eine veraltete Verkabelung passt nicht in den heutigen technisierten Alltag. Gibt es in jedem Zimmer zwei und mehr Steckdosen oder muss der Mieter Verlängerungen und Verteiler anschließen? Gibt es einen Fernsehanschluss in allen Räumen oder nur im Wohnzimmer?

Autor: Marc Lehmann