Lernfreude im Hebelhaus

Paul Berger

Von Paul Berger

Mi, 20. Mai 2015

Hausen im Wiesental

Die Grundschule Hausen und die Friedrich-Ebert-Gemeinschaftsschule unterschreiben Kooperation.

HAUSEN. Der "Lernort Literaturmuseum Hebelhaus Hausen" ist ein Schritt weiter: Mit zwei Schulen wurden am Montag Kooperationsverträge geschlossen. Es handelt sich um die Grundschule in Hausen und die Friedrich-Ebert-Gesamtschule (FES) in Schopfheim. Weitere Schulen sollen folgen.

Das Ziel des Lernort-Projektes ist es, das Haus des berühmten Alemannendichters Johann Peter Hebel als bedeutenden außerschulischen Lernort herauszustellen. Was vor gut drei Jahren zusammen mit Thomas Schmidt, dem Leiter für Literarische Museen als Idee geboren wurde, trägt inzwischen sichtbare Früchte. So haben beispielsweise Schüler aus fünf ausgewählten Modellschulen eigene elektronische Medien fürs Hebelhaus-Museum entwickelt (die BZ berichtete). Herausgekommen sind bei dem Vorhaben neue Media-Guides, die heute in drei Versionen die jungen Besucher selbständig durchs Hebelhaus lotsen. Speziell zugeschnitten sind die "Guides" für Schüler verschiedener Klassen- und Altersstufen; andere Besucher können hingegen die Geräte nicht nutzen.

Auf "Entdeckungsreise", so war von Projektleiterin und Museumspädagogin Heike Kramer und Ute Bokelmann zu erfahren, machten sich ebenfalls Schülerinnen und Schüler der vierten Grundschulklasse aus Hausen, indem sie in Eigenregie die "Hebelstory" als sehenswerten und unterhaltsamen Trickfilm erarbeitet haben. Unterstützt wurden sie von Studenten der Pädagogischen Hochschule Freiburg.

Großes Lob gab es für die "Hebelstory" auch von Hausens Schulleiterin Barbara Sallinger, die mit ihrer Unterschrift auf dem Kooperationsvertrag die enge Zusammenarbeit zwischen der Grundschule in Hausen und dem Literaturmuseum am Montag besiegelte. Gleiches gilt auch für die Friedrich-Ebert-Gemeinschaftsschule Schopfheim, deren Rektorin Claudia Brenzinger die neue Partnerschaft gleichfalls zusammen mit Bürgermeister Martin Bühler und Projektleiterin Heike Kramer unterzeichnete.

Von hilfreichen und interessanten Erfahrungen mit dem "Projekt Literaturmuseum Hausen" berichteten auch Sabrina Heberle und Katharina Gimmi, FES-Lehrerinnen, sowie Dorothea Rentsch, die an der Grundschulein Hausen unterrichtet. Dankbar sei man nach den Worten von Bürgermeister Martin Bühler auch für die Unterstützung und die Zusammenarbeit mit der Sparkasse Schopfheim-Zell, die das Projekt seit längerem mitträgt. "Die Zusammenarbeit mit weiteren Partnern ist uns sehr wichtig", bekräftigte Projektleiterin Heike Kramer. Inzwischen werden auch Kontakte zu Schulen in der Schweiz, insbesondere in Basel-Stadt und Basel-Land gepflegt.

Einig war sich Bürgermeister Martin Bühler mit Projektleiterin Heike Kramer, dass die angestrebte Zusammenarbeit mit den Schulen inzwischen ein gutes Stück vorangekommen sei. Als nächstes ist geplant, mit einer Realschule und einem Gymnasium bis Schuljahresende einen Kooperationsvertrag abzuschließen. Der Vertrag läuft fünf Jahre und regelt Klassenbesuche und Kostenübernahmen.