Kunststückchenmarkt im Klausenhof

Ein Markt mit besonderer Note

Sandhya Hasswani

Von Sandhya Hasswani

Mo, 08. Juni 2015

Herrischried

Beim 22. Kunststückchenmarkt im Klausenhof boten 45 Kunsthandwerker ihre Waren an / Skadefryd stellte neue CD vor.

HERRISCHRIED-GROSSHERISCHWAND. Geruhsam und gleichwohl geschäftig; blumig und dennoch deftig duftend; farbig wie auch einheitlich – so vielfältig gestalteten sich die Impressionen vom 22. Kunsthandwerkermarkt am Wochenende beim Klausenhof. Es ist dieses ganz besondere Flair, für das etliche Besucher aus dem ganzen Ländle anreisten und auch dieses Jahr wieder viel Muße für die Handwerker und ihre außergewöhnlichen Waren mitbrachten.

Wo Kunst und Handwerk zueinander finden, können Objekte ganz besonderer Art entstehen. Gerade in der heutigen Zeit gehört auch jede Menge Mut dazu, sich dem Kunsthandwerk zu widmen. Doch viele der 45 Aussteller sind Meister ihres Handwerks und kommen schon seit etlichen Jahren fürs Kunststückchen nach Großherrischwand.

So wie Eva Stoll aus Bernau; Die Keramik-Töpferin ist bereits seit dem allerersten Kunststückchen mit dabei. Der Kunsthandwerkermarkt aber gestalte sich jedes Jahr aufs Neue ganz besonders auf seine eigene Art, findet sie. Mit den Jahren kamen immer wieder neue Aussteller hinzu. Seit etwa sechs Jahren sind bereits Sonja und Dieter Feige mit ihren Garten-Blechfiguren dabei. Neugierig schauten da die Kinder Dieter Feige über die Schultern, der einem imposanten Adler Flügel wachsen ließ. Auf eine ebenso lange Hotzenwälder Marktgeschichte können auch die Filz-Fingerfiguren von Ute Walz aus Forbach zurückblicken. Aber auch neue Gesichter wie der Münzsäger Roland Fohs und die Goldschmiedin Kerstin Laibach stellten heuer zum aller ersten Mal aus.

Wieder einmal spielte das Wetter perfekt mit; Und so ließen sich die vielen kulinarischen Köstlichkeiten unter freiem Himmel oder Sonnenschirm auf der Wiese hinter der Glaswerkstatt zu den mittelalterlichen Klängen der Spielleute Skadefryd genießen. Der Besucherstrom verteilte sich auf beide Ausstellungstage, wie auch über das gesamte Freilichtmuseumsareal. Kein Gedränge, sondern bedachtsames Interesse herrschte vor. Und so nahm so mancher Besucher etwas mehr als eine außergewöhnliche Ware mit: ein nettes Gespräch oder auch eine Begegnung nach langer Zeit.

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